Gesundheit

Universitätsklinikum Essen

Hufelandstraße 55, 45147 Essen

Hier entwickelte Gerhard Meyer-Schwickerath die Lichtkoagulation der Netzhaut.

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Foto: Tuxyso, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia CommonsCC BY-SA 3.0Quelle

Du fährst die Hufelandstraße entlang und merkst: Hier ist immer Betrieb. Rettungswagen, Pendler, Studierende, Besucher mit Blumen in der Hand. Willkommen am Universitätsklinikum Essen. Für viele Menschen aus ganz NRW ist es ein Name. Für Holsterhausen ist es ein Nachbar, der den Alltag im Süden des Stadtteils prägt.

Ein Klinikum mitten im Wohnviertel

Das Uniklinikum liegt im südlichen Holsterhausen. Das Gelände ist groß. Es reicht vom Hohlweg bis zur Hufelandstraße. Rund 60 Gebäude stehen hier. Darin arbeiten 27 Kliniken und 24 Institute. Mehr als 8.000 Menschen sind hier beschäftigt. Jedes Jahr werden rund 55.000 Menschen stationär und rund 300.000 ambulant behandelt. Das sind Zahlen, die du im Viertel spürst: in der Bahn, beim Bäcker, in der Mittagspause auf der Holsterhauser Straße.

Von den Städtischen Krankenanstalten zur Uniklinik

Die Geschichte beginnt früh. 1905 beschloss die Stadtverordnetenversammlung den Bau eines großen Krankenhauses. 1909 öffneten die Städtischen Krankenanstalten mit 481 Betten. 1962 wurde hier der erste Herzschrittmacher eingesetzt. Im selben Jahr gab es die erste Dialyse. 1963 wurden die Krankenanstalten zur zweiten medizinischen Fakultät der Universität Münster. 1972 kam die Klinik zur neuen Gesamthochschule Essen. Seit 2001 ist das Klinikum eine eigenständige Anstalt des öffentlichen Rechts. Heute gehört es zur Universität Duisburg-Essen.

Wofür die Uniklinik bekannt ist

Die Schwerpunkte liegen bei Herz und Kreislauf, bei Transplantationen, bei Krebserkrankungen und bei den Neurowissenschaften. Das Westdeutsche Tumorzentrum auf dem Gelände wurde als Onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet. Auch Geschichte wurde hier geschrieben: Der Augenarzt Gerhard Meyer-Schwickerath entwickelte die Lichtkoagulation der Netzhaut. An ihn erinnert heute ein eigener Platz mit Büste, der Gerhard-Meyer-Schwickerath-Platz.

Gut zu wissen für Nachbarn und Besucher

  • Die zentrale Telefonnummer lautet 0201 723-0.
  • Die Notaufnahme ist rund um die Uhr erreichbar. Im Notfall wählst du immer die 112.
  • Auf dem Gelände helfen Wegweiser und ein Infoschalter bei der Orientierung.
  • Die Uniklinik bildet selbst aus. Die Fachschulen findest du in der Bildungsakademie am Hohlweg.

Rund um das Klinikum ist ein eigenes kleines Netzwerk entstanden. Das Elternhaus für krebskranke Kinder liegt nur ein paar Schritte entfernt. Die Ruhrlandschule unterstützt Schülerinnen und Schüler, die lange krank sind. Und die Kita des Klinikums sorgt dafür, dass Beschäftigte Familie und Schichtdienst besser vereinbaren können.

Fazit

Das Universitätsklinikum Essen ist mehr als ein Krankenhaus am Rand von Holsterhausen. Es ist Arbeitsplatz, Forschungsstandort und Teil der Stadtteilgeschichte seit 1909. Wer in Essen-Holsterhausen wohnt, lebt mit diesem großen Nachbarn – und profitiert von kurzen Wegen.

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Kartendaten und Kacheln © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL)

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