Gerhard-Meyer-Schwickerath-Platz mit Büste
Bronzebüste von Franziska Schwarzbach, 2010 zum 90. Geburtstag des Augenarztes enthüllt.

Foto: Vogelfreir, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia CommonsCC BY-SA 4.0Quelle
Kennst du das? Du läufst an einer Büste vorbei und denkst: Wer war das eigentlich? Am Uniklinikum in Holsterhausen lohnt es sich, kurz stehen zu bleiben. Hier erinnert ein Platz an einen Arzt, dessen Idee weltweit Menschen vor dem Erblinden bewahrt hat.
Wer war Gerhard Meyer-Schwickerath?
Gerhard Meyer-Schwickerath wurde am 10. Juli 1920 in Wuppertal-Elberfeld geboren. Er studierte Medizin und wurde Augenarzt. Seine große Entdeckung war die Lichtkoagulation. Dabei wird gebündeltes Licht genutzt, um Schäden an der Netzhaut zu behandeln. Das Auge muss dafür nicht geöffnet werden. So lässt sich zum Beispiel eine Netzhautablösung aufhalten. Für diese Methode wurde er in Bonn 1953 Professor.
Später kam er nach Essen. Über viele Jahre leitete er die Augenklinik am heutigen Universitätsklinikum Essen, bis 1985. Er erhielt hohe Auszeichnungen. Dazu gehören der Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste (1978) und das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern (1981). Er starb am 20. Januar 1992 in Essen.
Der Platz und die Büste
Im Juli 2010 wäre Meyer-Schwickerath 90 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass benannte die Stadt Essen einen Platz nach ihm: den Gerhard-Meyer-Schwickerath-Platz. Bei der Feier wurde auch eine Büste enthüllt. Sie stammt von der Bildhauerin Franziska Schwarzbach. Die Büste steht im Bereich der Hufelandstraße am Klinikgelände. Laut OpenStreetMap ist der Standort barrierefrei erreichbar.
Warum dieser Ort besonders ist
In Holsterhausen sind viele Straßen nach Ärzten und Forschern benannt. Die Virchowstraße, die Robert-Koch-Straße oder die Pettenkoferstraße sind nur ein paar Beispiele. Der Gerhard-Meyer-Schwickerath-Platz passt genau in dieses Bild. Der Unterschied: Er erinnert an jemanden, der direkt hier gearbeitet hat. Seine Methode wurde am Uniklinikum weiterentwickelt und angewendet.
Tipp für deinen Spaziergang
Verbinde den Besuch mit einer kleinen Runde über das Klinikumsgelände und durch die Straßen im Süden von Holsterhausen. Wer mehr Kunst im Stadtteil sehen möchte, findet eine Übersicht auf der Seite Kunst im öffentlichen Raum in Holsterhausen.
Fazit
Der Gerhard-Meyer-Schwickerath-Platz ist ein stiller Ort mit großer Geschichte. Er erinnert an einen Essener Arzt, dessen Idee bis heute Augenlicht rettet. Bleib beim nächsten Weg zur Uniklinik ruhig mal kurz stehen.
Hier findest du’s
Kartendaten und Kacheln © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL)
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