Kultur

Kunst im öffentlichen Raum in Holsterhausen

mann aus der enge hervortretend

Foto: Webfishbone, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia CommonsCC BY-SA 3.0Quelle

Kunst gibt es nur im Museum? Nicht in Holsterhausen. Hier steht sie an der Straßenecke, im Hof einer Kirche oder am Rand einer Klinik. Du musst keinen Eintritt zahlen. Du musst nur hinschauen.

Die drei Grazien

In der Nähe des Holsterhauser Platzes steht die Skulptur „Die drei Grazien“. Sie stammt von Adolf Heinrich und ist aus dem Jahr 1959. Das Motiv kommt aus der griechischen Sage. Die drei Grazien stehen für Anmut, Freude und Schönheit.

Mann aus der Enge hervortretend

Im Westen des Viertels, in der Nähe der Böcklinstraße, steht die Skulptur „Mann aus der Enge hervortretend“. Sie ist ein Werk des Bildhauers Waldemar Otto (1929–2020). Otto war bekannt für seine Figuren und Torsi.

Hajeks Farben an der Melanchthonkirche

Der Glockenturm der Melanchthonkirche leuchtet in Rot, Gelb und Blau. Die Farbgestaltung stammt von Otto Herbert Hajek. Im Hof vor dem Kirchsaal schuf er außerdem das Werk „Begegnen“. Das Gemeindezentrum wurde 1972 eröffnet.

Büste von Gerhard Meyer-Schwickerath

Am Gerhard-Meyer-Schwickerath-Platz am Uniklinikum steht eine Büste des berühmten Augenarztes. Sie stammt von der Bildhauerin Franziska Schwarzbach und wurde 2010 enthüllt.

Baum des Lebens

In der Nähe des Elternhauses für krebskranke Kinder an der Steinhausenstraße ist ein Wandbild eingetragen: der „Baum des Lebens“. Es ist ein Graffiti in Farbe. Solche Bilder bringen Leben an graue Wände.

Glocken als Mahnmal

Auch die Glocken der zerstörten Stahlkirche sind ein starkes Bild. Sie stehen neben der Melanchthonkirche. Eine trägt die Inschrift „Friede auf Erden“ und einen Riss aus der Bombennacht 1942.

Dein Kunst-Spaziergang

Starte am Uniklinikum bei der Büste. Geh dann über die Steinhausenstraße zum Wandbild. Von dort geht es zur Melanchthonkirche mit Hajek-Turm und Glocken. Weiter zu den drei Grazien am Holsterhauser Platz. Zum Schluss geht es Richtung Böcklinstraße zu Waldemar Ottos Skulptur. Für die ganze Runde brauchst du etwa eine Stunde.

Fazit

Essen-Holsterhausen ist kein Museumsviertel. Aber es hat Kunst, die du einfach im Vorbeigehen erleben kannst. Mit offenen Augen wird jeder Spaziergang ein kleiner Rundgang durch Kunst und Geschichte.

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