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Hast du dich schon mal gefragt, warum die Straßen im Norden von Holsterhausen so anders wirken als rund um die Gemarkenstraße? Die Antwort heißt Alfredshof. Hier ließ die Firma Krupp vor über 130 Jahren eine große Arbeitersiedlung bauen.
Eine Siedlung für Krupp-Beschäftigte
Die Siedlung Alfredshof entstand von 1893 bis 1918 in mehreren Abschnitten. Der erste Abschnitt wurde von 1893 bis 1899 gebaut. Bauherr war die Firma Krupp unter Friedrich Alfred Krupp. Das Krupp’sche Baubüro leitete Robert Schmohl. Das Vorbild war die englische Gartenstadt. Es entstanden vor allem Häuser für eine bis vier Familien, mit Gärten und viel Grün. Später kamen dreigeschossige Wohnblöcke dazu. Insgesamt gab es rund 1.700 Mietwohnungen.
Wo liegt der Alfredshof?
Die Siedlung lag zwischen der Münchener Straße und der Keplerstraße. Heute führt mitten hindurch die Autobahn A 40. Viele Straßen in diesem Teil von Holsterhausen tragen die Namen von Naturwissenschaftlern und Technikern. Beispiele sind die Planckstraße, die Bunsenstraße und die Keplerstraße.
Zerstörung im Krieg
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Alfredshof schwer getroffen. Der erste Bauabschnitt wurde vollständig zerstört. Holsterhausen insgesamt galt danach als das größte zusammenhängende Wiederaufbaugebiet Westdeutschlands. Nur ein Teil hat als geschlossenes Viertel überstanden: der Simson-Block an der Ecke Keplerstraße und Simsonstraße.
Was du heute noch sehen kannst
- den Simson-Block an Kepler- und Simsonstraße,
- das Wichernhaus an der Planckstraße, 1910/11 von Carl Nordmann für die Siedlung gebaut,
- den Alfredspark. In den späten 1950er-Jahren entstand hier eine neue Krupp-Siedlung mit dem Namen Alfredspark. Sie wirkt einheitlicher als der alte Alfredshof.
Tipp für Entdecker
Spaziere von der Planckstraße über die Keplerstraße bis zur Simsonstraße. Achte auf die Unterschiede zwischen Altbau und Nachkriegsbau. So erkennst du, wie stark der Krieg das Viertel verändert hat. Wer mehr über Krupp in Essen erfahren möchte, findet Anknüpfungspunkte an der Route der Industriekultur.
Fazit
Der Alfredshof ist ein wichtiges Kapitel in der Geschichte von Essen-Holsterhausen. Er zeigt, wie Krupp das Leben im Viertel geprägt hat. Und er zeigt, wie viel der Krieg zerstört hat. Einige Spuren kannst du bis heute entdecken.
Hier findest du’s
Kartendaten und Kacheln © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL)
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