Immobilien in Essen-Holsterhausen: Wohnen, Mieten, Kaufen

Wohnen am Uniklinikum Essen in Holsterhausen

Zu Fuß zur Schicht: Wohnen rund um das Uniklinikum in Essen-Holsterhausen – mit kurzen Wegen, guter Bahn und ehrlichem Blick auf Parkdruck und Lärm.

Hochhaus des Universitätsklinikums Essen an der Virchowstraße
Foto: Wiki05, CC0, via Wikimedia CommonsCC0Quelle

Der Wecker klingelt um halb fünf. Frühdienst. Jetzt noch 40 Minuten pendeln? Oder in zehn Minuten zu Fuß an der Station sein? Für viele, die am Uniklinikum arbeiten, ist das die wichtigste Frage bei der Wohnungssuche. Die Antwort heißt oft: Wohnen im Süden von Holsterhausen. Dort, wo die Straßen nach berühmten Ärzten benannt sind.

Lagequalität
Funktionale Lage mit sehr kurzen Wegen zum Klinikum; Grün im Süden nah
Bebauung
Mehrfamilienhäuser in den Wohnstraßen, dazu große Klinik- und Forschungsbauten
Typische Wohnungen
Etagenwohnungen, gefragt sind kleine Einheiten für Beschäftigte und Studierende
ÖPNV
Straßenbahn 101/106 an der Haltestelle Klinikum, Bus 160/161, U17 am Holsterhauser Platz
Lärm
Verkehr auf der Hufelandstraße (L20), Rettungsfahrzeuge, Hubschrauber-Landeplatz auf dem Klinikum
Nahversorgung
Praxen und Apotheke an der Hufelandstraße, Supermärkte am Holsterhauser Platz und an der Gemarkenstraße
Grün
Mühlenbachtal im Südwesten, Grugapark grenzt im Süden an den Stadtteil

Das Klinikum als großer Nachbar

Das Universitätsklinikum Essen liegt im Süden des Stadtteils. Das Gelände reicht vom Hohlweg bis zur Hufelandstraße. Auf dem Gelände stehen rund 60 Gebäude mit 27 Kliniken und 24 Instituten. Mehr als 8.000 Menschen arbeiten hier. Begonnen hat alles 1909 mit den Städtischen Krankenanstalten. Die Geschichte erzählt der Beitrag Geschichte des Uniklinikums.

Für den Wohnungsmarkt hat das Folgen. Viele Menschen suchen hier eine Wohnung für die Zeit der Ausbildung, des Studiums oder der ersten Stelle. Andere wollen dauerhaft nah am Arbeitsplatz wohnen. Kleine, gut geschnittene Wohnungen sind deshalb besonders gefragt.

Die Straßen rund ums Klinikum

Die Straßennamen sind ein kleines Medizinlexikon: Virchow, Billroth, Esmarch, Graefe, Jenner, Lister, Pettenkofer, Schönlein und Robert Koch. Die Unterschiede zwischen den Straßen sind groß.

  • Die Hufelandstraße ist Teil der Landesstraße L20. Hier gilt Tempo 50, hier liegen Praxen, eine Apotheke und der Haupteingang des Klinikums. Laut ist sie tagsüber fast immer.
  • Die Virchowstraße ist lang und von Klinik- und Forschungsbauten geprägt. Hier liegt auch ein Parkhaus des Klinikums.
  • Der Hohlweg ist eine Einbahnstraße mit Tempo 30. Hier findest du die Verwaltung, die Bildungsakademie und eine Senioreneinrichtung.
  • Kurze Wohnstraßen wie die Listerstraße oder die Pettenkoferstraße sind ruhiger.

Bus, Bahn und Fußwege

Laut Klinikum halten die Straßenbahnlinien 101 und 106 am Haupteingang, Haltestelle Klinikum. Sie fahren als Ringlinien in entgegengesetzter Richtung. Die U17 hält am Holsterhauser Platz. Dazu kommen die Buslinien 160 und 161. Tagsüber fahren Stadtbahn und Straßenbahn im Zehn-Minuten-Takt. Wer im Viertel wohnt, geht aber meist einfach zu Fuß.

Parken: der wunde Punkt

Hier musst du ehrlich sein – mit dir selbst. Rund um das Uniklinikum ist der Parkdruck besonders hoch. Beschäftigte, Patienten, Besucher und Anwohner suchen gleichzeitig. Das Klinikum selbst rät Patienten, mit Bus und Bahn zu kommen. Es betreibt zwei große Parkhäuser, an der Hufelandstraße und an der Virchowstraße.

Die Politik hat das Problem erkannt. Der Verkehrsausschuss der Stadt hat die Verwaltung beauftragt, Vorschläge für Bewohnerparkbereiche und Quartiersparkhäuser vorzulegen – insbesondere im Umfeld des Klinikums. Ob und wann in deiner Straße eine Regelung gilt, prüfst du bei der Stadt Essen oder an der Beschilderung vor Ort. Mehr Tipps: Parken in Holsterhausen.

Martinshorn und Hubschrauber

Zu einem großen Klinikum gehören Rettungswagen. Auf dem Dach des Klinikums gibt es außerdem einen Hubschrauber-Landeplatz. Nach einer Angabe des Klinikums landen dort etwa 200 Hubschrauber im Jahr. Das ist kein Dauerlärm. Aber es kommt vor, auch nachts. Wer sehr lärmempfindlich ist, sollte das wissen und eine Wohnung mit guten Fenstern oder zur ruhigen Seite wählen.

Grün in der Nähe

Ein Pluspunkt der Klinik-Ecke: Das Grün ist nicht weit. Im Südwesten liegt das Mühlenbachtal. Über die historische Brücke kommst du zur Margarethenhöhe. Und laut Wikipedia grenzt Holsterhausen im Süden direkt an den Grugapark. Für die Pause nach der Schicht ist das viel wert.

Tipps für Klinikbeschäftigte

  • Miss den Fußweg zu deinem Eingang. Das Klinikgelände ist groß. Für Patienten und Besucher fährt laut Klinikum werktags ein kostenloser Shuttlebus über das Gelände.
  • Denk an Schichtschlaf: Ein Schlafzimmer zum Hof ist hier Gold wert.
  • Frag nach einem Fahrradkeller. Mit dem Rad bist du schnell an jedem Gebäude.

Für wen passt die Lage?

  • Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte mit Schichtdienst, die Wege kurz halten wollen.
  • Auszubildende und Studierende der Medizin und der Gesundheitsberufe.
  • Menschen auf Zeit, etwa für eine Rotation oder ein Praktikum. Für kurze Aufenthalte kann ein möbliertes Apartment sinnvoller sein als eine Mietwohnung.
  • Kapitalanleger, die auf eine breite Mieterschaft setzen – bei genauer Prüfung von Haus und Lage.

Fazit

Rund ums Uniklinikum wohnst du praktisch: kurze Wege, gute Bahn, Grün in Reichweite. Dafür zahlst du mit Verkehr, Parkdruck und gelegentlichem Martinshorn. Wer kein Auto braucht und eine Wohnung abseits der Hufelandstraße findet, hat hier eine der funktionalsten Lagen in Essen.

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