Graefestraße

Kurze Wohnstraße im Medizinerviertel

Porträt von Albrecht von Graefe, Namensgeber der Graefestraße
Foto: H. Joop, Berlin, Public Domain, via Wikimedia CommonsPublic DomainQuelle

Die Graefestraße erinnert an den Begründer der Augenheilkunde in Deutschland – passend gelegen nahe dem Essener Uniklinikum.

Wenn du zum Augenarzt gehst, denkst du wahrscheinlich nicht darüber nach, dass es dieses Fach nicht immer gab. Früher gehörten Augenkrankheiten einfach zur Chirurgie. Das änderte sich im 19. Jahrhundert. Einer der Männer, die das bewirkten, ist der Namensgeber der Graefestraße.

Wer war Albrecht von Graefe?

Albrecht von Graefe wurde 1828 in Berlin geboren. Er starb schon 1870 in Berlin, mit nur 42 Jahren. Er war Augenarzt und Professor an der Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin. Außerdem trug er den Titel Geheimer Medizinalrat.

Graefe hat die Augenheilkunde in Deutschland zu einem eigenen Fach gemacht. Man nennt sie auch Ophthalmologie. Vorher war sie ein Teil der Chirurgie. Er hat das Fach außerdem reformiert. Seine Ideen prägten die Arbeit der Augenärzte lange Zeit.

Augenheilkunde in Holsterhausen

Die Graefestraße wurde am 16. Mai 1902 benannt. Vorher hieß sie Löwenstraße. Heute passt der Name besonders gut: In der Nähe liegt das Universitätsklinikum Essen. Dort hat ein anderer berühmter Augenarzt gearbeitet: Gerhard Meyer-Schwickerath. Nach ihm ist der Gerhard Meyer-Schwickerath Platz auf dem Klinikgelände benannt. Graefe und Meyer-Schwickerath – zwei große Namen der Augenheilkunde, nur ein paar Straßen voneinander entfernt.

Wie ist die Straße heute?

Die Graefestraße ist rund 140 Meter lang. Es gilt Tempo 30. Sie ist eine ruhige Wohnstraße. Geschäfte sind in den OpenStreetMap-Daten unter dieser Adresse nicht eingetragen. Sie ist vor allem eine kurze Verbindung zwischen zwei längeren Straßen.

Lage und Nachbarschaft

Die Graefestraße verbindet die Virchowstraße mit der Ladenspelderstraße. Die Virchowstraße ist nach dem Arzt Rudolf Virchow benannt. Sie führt am Uniklinikum vorbei. Die Ladenspelderstraße erinnert an Johann Ladenspelder, einen Maler und Kupferstecher. Hier treffen also das Medizinerviertel und die Welt der Künstler aufeinander.

An der Ladenspelderstraße liegen auch Stolpersteine. Sie erinnern an jüdische Nachbarinnen und Nachbarn, die in der NS-Zeit verfolgt wurden. Mehr dazu findest du auf der Seite Stolpersteine in Holsterhausen.

Zur Holsterhauser Straße und zur Hufelandstraße ist es nicht weit. Dort findest du Praxen, Apotheken und Einkaufsmöglichkeiten.

Fazit

Die Graefestraße ist klein und ruhig. Sie ehrt den Mann, der die Augenheilkunde in Deutschland zu einem eigenen Fach machte. Direkt neben dem Uniklinikum in Essen-Holsterhausen ist das ein Name mit Sinn.

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