Ladenspelderstraße
Wohnstraße zwischen Gemarken- und Hufelandstraße mit Stolpersteinen

Die Ladenspelderstraße verbindet Gemarken- und Hufelandstraße. Sie ehrt einen Essener Maler der Renaissance – und erinnert an Opfer der NS-Zeit.
Die meisten Maler im Malerviertel kamen aus Düsseldorf, München oder Berlin. Einer aber war ein echter Essener. Nach ihm ist die Ladenspelderstraße benannt. Wer sie entlanggeht, begegnet außerdem einem Stück Geschichte, das nachdenklich macht.
Wer war Johann Ladenspelder?
Johann Ladenspelder wurde um 1512 in Essen geboren. Er starb nach 1560. Genauer weiß man es nicht. Er war Maler und Kupferstecher. Man nannte ihn auch „Johann von Essen“. Er lebte in der Zeit der Renaissance. Das ist viel früher als die meisten anderen Künstler, nach denen hier Straßen benannt sind.
Von der Thalstraße zur Ladenspelderstraße
Früher hieß die Straße Thalstraße. Am 16. Mai 1902 bekam sie ihren heutigen Namen. Damals wurden nach der Eingemeindung nach Essen viele Straßen im Stadtteil umbenannt. Im Malerviertel wählte man Künstlernamen. Mit Ladenspelder bekam auch ein Maler aus Essen selbst seinen Platz.
Wie ist die Straße heute?
Die Ladenspelderstraße ist rund 540 Meter lang. Sie verbindet die Gemarkenstraße mit der Hufelandstraße. Es ist überwiegend eine Wohnstraße mit Tempo 30.
An der Ladenspelderstraße 11 gibt es eine Besonderheit: eine Tankstelle für Autogas (LPG). Dazu gehört laut öffentlichen Kartendaten auch eine Werkstatt, die Autos auf Gasbetrieb umrüstet. So etwas findest du nicht an jeder Ecke.
Stolpersteine: Erinnerung vor der Haustür
Vor zwei Häusern in der Ladenspelderstraße liegen Stolpersteine. Das sind kleine Messingplatten im Gehweg. Sie erinnern an Menschen, die in der NS-Zeit verfolgt wurden.
Vor dem Haus Nr. 39 erinnert ein Stein an Manfred Frank, Jahrgang 1886. Er wurde am 21. Juli 1942 deportiert und starb in Theresienstadt.
Vor dem Haus Nr. 47 liegen acht Steine für eine Familie über drei Generationen: Siegfried und Regina Strauss, Alfred und Lore Strauss, Richard Strauss, Anna Rosenberg und Else Dahl. Sie wurden 1943 nach Theresienstadt deportiert. Die meisten von ihnen wurden später in Auschwitz-Birkenau ermordet. Anna Rosenberg starb in Theresienstadt. Marianne Ellenbogen, geborene Strauss, überlebte, weil sie untertauchte und sich versteckte.
Mehr dazu liest du auf der Seite Stolpersteine in Holsterhausen. Wenn du vorbeigehst, nimm dir einen Moment Zeit und lies die Namen.
Lage und Nachbarschaft
Die Ladenspelderstraße liegt im östlichen Teil von Essen-Holsterhausen. Im Norden erreichst du die Gemarkenstraße mit ihren Cafés und Läden. Im Süden liegt die Hufelandstraße mit Apotheken, Praxen und dem Weg zum Universitätsklinikum. Nach Osten ist es nicht weit bis Rüttenscheid.
Fazit
Die Ladenspelderstraße ehrt einen Maler aus Essen, der vor 500 Jahren lebte. Sie hat mit der Autogas-Tankstelle eine Besonderheit. Und sie bewahrt mit ihren Stolpersteinen die Erinnerung an Nachbarn, die hier einmal zu Hause waren.
Läden & Orte: Ladenspelderstraße
Kartendaten und Kacheln © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL)
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Bartholomäus (Barthel) Bruyn der Ältere, Porträtmaler der Renaissance1493–1555Zur Straße
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Rembrandt van Rijn, niederländischer Maler des Barock1606–1669Zur StraßeDaten teilweise aus OpenStreetMap (© OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL). Fehler gefunden? Sag Bescheid.