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Wohnen im Malerviertel in Holsterhausen

Rembrandt, Rubens, Cranach: Im Malerviertel von Essen-Holsterhausen wohnst du zentral – mit ruhigen Seitenstraßen und ein paar lauten Achsen.

„Wo wohnst du?“ – „In der Rembrandtstraße.“ – „Wie der Maler?“ Genau. Im Malerviertel von Holsterhausen ist das kein Zufall. Hier tragen Dutzende Straßen die Namen von Künstlern. Doch hinter den klangvollen Namen steckt ein ganz normales, dichtes Wohnquartier. Mit ruhigen Ecken und ein paar lauten Adern.

Lagequalität
Zentrale Wohnlage zwischen Gemarkenstraße und Holsterhauser Straße
Bebauung
Mehrgeschossige Mehrfamilienhäuser, überwiegend Wiederaufbau, dazwischen ältere Häuser
Typische Wohnungen
Etagenwohnungen mit meist kompakten Grundrissen
ÖPNV
U17 am Holsterhauser Platz, Straßenbahn 101/106, Haltestelle Rubensstraße
Lärm
Seitenstraßen ruhig; Kaulbachstraße (L20), Holsterhauser Straße und Rubensstraße belebt
Nahversorgung
Gut: EDEKA am Holsterhauser Platz, Läden an Cranach- und Lenbachstraße, Gemarkenstraße nah
Grün
Kaum Parks, aber viele begrünte Innenhöfe; Mühlenbachtal im Südwesten erreichbar

Wo liegt das Malerviertel?

Das Malerviertel erstreckt sich südlich und westlich der Gemarkenstraße. Es reicht bis zur Holsterhauser Straße und im Westen bis in die Straßen am Hang. Die Namen sind ein Streifzug durch die Kunstgeschichte: Dürer, Holbein, Cranach, Rembrandt, Rubens, Menzel, Lenbach, Böcklin und viele mehr. Wer die Namen und ihre Geschichte kennenlernen will, liest den Beitrag Straßennamen in Holsterhausen.

Mittendrin liegt der Holsterhauser Platz. Er ist Fußgängerplatz, Umsteigepunkt und Nahversorger in einem. Hier halten die U17 und die Straßenbahnen 101 und 106.

Ruhige Straßen, laute Adern

Das Malerviertel zeigt gut, wie sehr in Holsterhausen die genaue Straße zählt. Es gibt viele kurze Einbahnstraßen, in denen fast nur Anwohner fahren. Beispiele sind die Bendemannstraße, die Ittenbachstraße, die Pilotystraße oder die Uhdestraße. Hier ist es abends oft still.

Dagegen stehen die Achsen. Die Kaulbachstraße ist Teil der Landesstraße L20. Wer mit dem Auto von Westen zum Uniklinikum will, fährt fast automatisch hier entlang. Auch die Holsterhauser Straße mit der oberirdischen U17 und die Rubensstraße sind belebt. Eine Wohnung an diesen Straßen kann trotzdem gut sein – wenn die Schlafräume zum Hof liegen und die Fenster ordentlich schließen.

Die Menzelstraße ist als Fahrradstraße ausgewiesen. Für Radfahrer ist das Viertel damit gut zu durchqueren.

Alltag im Viertel

Für den täglichen Einkauf musst du das Malerviertel kaum verlassen. Am Holsterhauser Platz gibt es einen Supermarkt. Die Cranachstraße ist eine kleine Geschäftsstraße, die Lenbachstraße setzt die Gemarkenstraße fort. Dazu kommen Bäcker, Kioske und Friseure. An der Böcklinstraße liegt die Stadtteilbibliothek.

Familien finden hier Kitas und Schulen in Laufweite. Die Cranachschule ist eine Grundschule. Die Gesamtschule Holsterhausen hat einen Standort an der Böcklinstraße. An der Barthel-Bruyn-Straße gibt es eine Kita und ein Seniorenhaus. Kirchen wie die Friedenskirche an der Menzelstraße und St. Mariä Empfängnis liegen ebenfalls nah.

Wie die Häuser aussehen

Im Malerviertel siehst du das typische Holsterhausen. Viele Häuser wurden nach dem Krieg neu gebaut. Schlichte Putzfassaden, drei oder vier Stockwerke, Balkone zur Hofseite. Dazwischen stehen einzelne ältere Häuser, die den Krieg überstanden haben. Und hier und da ein neueres Gebäude.

Das hat Folgen für dich. Viele Grundrisse sind kompakt und gut nutzbar. Stuck und hohe Decken sind selten. Der Zustand schwankt von Haus zu Haus stark. Ein saniertes Haus mit neuen Fenstern und moderner Heizung ist etwas ganz anderes als ein Haus im Originalzustand. Worauf du achten solltest, steht unter Altbau, Neubau, Bestand.

Parken im Malerviertel

Ehrlich: Parken ist auch hier ein Thema. Viele Nachkriegshäuser haben keine Garagen. Die Straßen sind oft eng und beidseitig zugeparkt. Die Zeitung WAZ bebilderte einen Bericht über die Parkplatznot im Stadtteil mit einem Foto aus der Steinhausenstraße. Wer auf ein Auto angewiesen ist, sollte gezielt nach einem Stellplatz fragen. Wer ohne Auto lebt, ist hier gut aufgehoben.

Für wen passt das Malerviertel?

  • Paare und Singles, die zentral und trotzdem ruhig wohnen wollen – in einer Seitenstraße.
  • Familien, die Schule, Kita und Supermarkt zu Fuß erreichen möchten.
  • Klinikbeschäftigte: Vom Holsterhauser Platz ist es nicht weit bis zum Uniklinikum.
  • Studierende, die mit der U17 direkt zur Uni fahren.

Tipps für die Wohnungssuche

  • Schau auf der Karte, ob die Adresse an einer Durchgangsstraße liegt oder in einer Einbahnstraße.
  • Frag nach der Ausrichtung: Wohnräume zum Hof sind hier Gold wert.
  • Lass dir den Energieausweis zeigen und frag nach dem Baujahr der Fenster.
  • Geh einmal zum Holsterhauser Platz. So bekommst du ein Gefühl für die Wege im Alltag.

Ein Viertel mit Namen, die du dir merkst

Ein kleiner Nebeneffekt, den viele Bewohner mögen: Adressen im Malerviertel sind leicht zu erklären. „Bei den Malern, Nähe Holsterhauser Platz“ – und Lieferdienst, Handwerker oder Besuch wissen Bescheid. Für Kinder wird der Schulweg so nebenbei zur kleinen Kunstgeschichte.

Fazit

Das Malerviertel ist das Wohnzimmer von Holsterhausen: zentral, gut versorgt und in den Seitenstraßen erstaunlich ruhig. Die großen Achsen bringen Verkehr, die Nachkriegsbauten schwanken in der Qualität. Wer genau hinschaut, findet hier eine Wohnung mit kurzen Wegen in alle Richtungen.