Bendemannstraße
Ruhige Einbahnstraße im Malerviertel

Die Bendemannstraße im Malerviertel erinnert an Eduard Bendemann – einen Maler, dessen Name in der NS-Zeit vom Straßenschild verschwand.
Straßennamen wirken so fest und selbstverständlich. Doch manche wurden geändert, gelöscht und später zurückgeholt. Die Bendemannstraße im Holsterhauser Malerviertel ist so ein Fall. Ihre Geschichte lohnt einen zweiten Blick.
Wer war Eduard Bendemann?
Eduard Bendemann wurde 1811 in Berlin geboren. Er starb 1889. Er war Porträt- und Historienmaler. Er gehörte zur Düsseldorfer Malerschule, einer der bekanntesten Kunstschulen des 19. Jahrhunderts.
Bendemann war auch ein gefragter Lehrer. Ab 1838 unterrichtete er an der Kunstakademie in Dresden. 1859 wurde er Direktor der Kunstakademie Düsseldorf. 1867 gab er das Amt aus gesundheitlichen Gründen ab. Sein Durchbruch als Maler war das Bild „Die trauernden Juden im Exil“ von 1832. Er malte außerdem ein Porträt des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy.
Warum der Name verschwand
Bendemann stammte aus einer Familie jüdischer Herkunft. Sein Vater war Bankier. Die Eltern waren schon vor seiner Geburt zum Christentum übergetreten. Für die Nationalsozialisten spielte das keine Rolle. Zur Zeit des Nationalsozialismus hieß die Straße deshalb Hildebrandtstraße.
Benannt worden war sie ursprünglich am 16. September 1910. Heute trägt sie wieder den Namen Bendemanns. So erinnert sie nicht nur an einen Künstler, sondern auch daran, wie die NS-Zeit selbst in Straßennamen eingriff.
Wie ist die Straße heute?
Die Bendemannstraße ist rund 220 Meter lang. Sie ist eine Einbahnstraße mit Tempo 30. Hier wird gewohnt. Geschäfte sind in den OpenStreetMap-Daten für diese Straße nicht eingetragen. Das macht sie zu einer ruhigen Adresse im Malerviertel. Wer hier wohnt, schätzt die Stille – und hat die Läden an der Gemarkenstraße und an der Holsterhauser Straße trotzdem nicht weit.
Lage und Nachbarschaft
Die Bendemannstraße verbindet die Overbeckstraße mit der Kaulbachstraße. Auch Overbeck und Kaulbach waren Maler. Von der Bendemannstraße zweigt nach Westen eine kleine Stichstraße ab: In der Täpperie. Ihr Name erinnert an eine alte Holsterhauser Familie.
Die Kaulbachstraße ist Teil der Landesstraße L20. Über sie erreichst du schnell die Holsterhauser Straße und die Hufelandstraße Richtung Uniklinikum. Im Westen geht es über die Hausackerstraße nach Frohnhausen.
Fazit
Die Bendemannstraße ist eine ruhige Wohnstraße mit bewegter Geschichte. Sie ehrt einen bedeutenden Maler und Lehrer. Und sie zeigt, dass Erinnerung manchmal zurückerobert werden muss. Ein Ort, an dem Essen-Holsterhausen Haltung zeigt.
Nachbarstraßen

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Barthel-Bruyn-Straße
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Heinrich Aldegrever, Kupferstecher, Maler und Siegelschneider der Renaissance1502–zwischen 1555 und 1561Zur Straße
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Lucas Cranach der Ältere, Maler, Grafiker und Buchdrucker der Renaissanceum 1472–1553Zur Straße
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Andreas Achenbach, Landschaftsmaler der Düsseldorfer Malerschule1815–1910Zur StraßeDaten teilweise aus OpenStreetMap (© OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL). Fehler gefunden? Sag Bescheid.