Camphausenstraße
Ruhige Wohnstraße im westlichen Malerviertel

Die Camphausenstraße verbindet Lenbach- und Keplerstraße – und erinnert an einen Düsseldorfer Maler, der vor allem Soldaten und Schlachten malte.
Nicht jeder Maler im Malerviertel hat Landschaften oder Porträts gemalt. Der Namensgeber der Camphausenstraße hatte ein ganz anderes Thema: Krieg und Militär. Klingt ungewöhnlich? Im 19. Jahrhundert war das eine beliebte Kunstgattung.
Wer war Wilhelm Camphausen?
Wilhelm Camphausen wurde 1818 in Düsseldorf geboren. Er starb 1885 in derselben Stadt. Er war Militär- und Schlachtenmaler. Er gehörte zur Düsseldorfer Malerschule, einer der wichtigsten Kunstschulen seiner Zeit.
Schlachtenmalerei hatte im 19. Jahrhundert ihren Höhepunkt. Solche Bilder zeigten Soldaten, Heerführer und berühmte Gefechte. Sie wurden oft in Rathäusern, Schlössern oder Museen aufgehängt. Neben Camphausen waren zum Beispiel Adolph Menzel und Georg Bleibtreu bekannte Vertreter dieser Richtung. Auch Camphausens Schüler Emil Hünten wurde Schlachtenmaler.
Ein Name im Malerviertel
Die Camphausenstraße wurde am 7. Dezember 1906 benannt. Sie liegt im Westen des Holsterhauser Malerviertels. Ringsum tragen viele Straßen die Namen von Malern, etwa Lenbach, Janssen oder Hans Thoma.
Wie ist die Straße heute?
Die Camphausenstraße ist rund 310 Meter lang. Es gilt Tempo 30. Sie ist eine Wohnstraße. Geschäfte sind in den OpenStreetMap-Daten unter dieser Adresse nicht eingetragen. Die Straße ist deshalb vergleichsweise ruhig. Wer hier wohnt, lebt mitten im Viertel, aber abseits des großen Verkehrs. Das schätzen besonders Familien. Einkaufen kannst du an der nahen Keplerstraße oder an der Gemarkenstraße.
Lage und Nachbarschaft
Die Camphausenstraße verbindet die Lenbachstraße mit der Keplerstraße. Die Keplerstraße ist eine belebte Straße im Westen von Holsterhausen. An ihr liegen Geschäfte, die Gesamtschule Holsterhausen und der Sportplatz Keplerstraße.
An der Lenbachstraße gibt es unter anderem einen Friseur und Restaurants, zum Beispiel das Sarovar Indisches Restaurant und die Pizzeria Bella Vista. In der Nähe verlaufen außerdem die Janssenstraße und die Hans-Thoma-Straße. Auch sie gehören zum Malerviertel.
Kunstgeschichte im Alltag
Viele Menschen wohnen jahrelang in einer Straße, ohne zu wissen, wer hinter dem Namen steckt. Dabei erzählen die Schilder im Malerviertel eine kleine Kunstgeschichte. Wer von Straße zu Straße geht, spaziert durch mehrere Jahrhunderte Malerei.
Fazit
Die Camphausenstraße ist eine ruhige Wohnstraße im Westen des Malerviertels. Ihr Namensgeber malte Schlachten und Soldaten. Heute ist die Straße ein friedlicher Ort zum Wohnen – mit kurzen Wegen zur Keplerstraße und zur Lenbachstraße in Essen-Holsterhausen.
Nachbarstraßen

Cranachstraße
Lucas Cranach der Ältere, Maler, Grafiker und Buchdrucker der Renaissanceum 1472–1553Zur Straße
Böcklinstraße
Arnold Böcklin, Schweizer Maler, Zeichner, Grafiker und Bildhauer des Symbolismus1827–1901Zur Straße
Defreggerstraße
Franz von Defregger, österreichisch-bayerischer Genre- und Historienmaler1835–1921Zur Straße
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Eduard Bendemann, Maler der Düsseldorfer Schule und Akademiedirektor1811–1889Zur Straße
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Albrecht Dürer, Maler, Grafiker, Mathematiker und Kunsttheoretiker der Renaissance1471–1528Zur Straße
Barthel-Bruyn-Straße
Bartholomäus (Barthel) Bruyn der Ältere, Porträtmaler der Renaissance1493–1555Zur StraßeDaten teilweise aus OpenStreetMap (© OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL). Fehler gefunden? Sag Bescheid.