Camphausenstraße

Ruhige Wohnstraße im westlichen Malerviertel

Bildnis von Wilhelm Camphausen (Friedrich Boser, 1841), Namensgeber der Camphausenstraße
Bild: Friedrich Boser, Public Domain, via Wikimedia CommonsPublic DomainQuelle

Die Camphausenstraße verbindet Lenbach- und Keplerstraße – und erinnert an einen Düsseldorfer Maler, der vor allem Soldaten und Schlachten malte.

Nicht jeder Maler im Malerviertel hat Landschaften oder Porträts gemalt. Der Namensgeber der Camphausenstraße hatte ein ganz anderes Thema: Krieg und Militär. Klingt ungewöhnlich? Im 19. Jahrhundert war das eine beliebte Kunstgattung.

Wer war Wilhelm Camphausen?

Wilhelm Camphausen wurde 1818 in Düsseldorf geboren. Er starb 1885 in derselben Stadt. Er war Militär- und Schlachtenmaler. Er gehörte zur Düsseldorfer Malerschule, einer der wichtigsten Kunstschulen seiner Zeit.

Schlachtenmalerei hatte im 19. Jahrhundert ihren Höhepunkt. Solche Bilder zeigten Soldaten, Heerführer und berühmte Gefechte. Sie wurden oft in Rathäusern, Schlössern oder Museen aufgehängt. Neben Camphausen waren zum Beispiel Adolph Menzel und Georg Bleibtreu bekannte Vertreter dieser Richtung. Auch Camphausens Schüler Emil Hünten wurde Schlachtenmaler.

Ein Name im Malerviertel

Die Camphausenstraße wurde am 7. Dezember 1906 benannt. Sie liegt im Westen des Holsterhauser Malerviertels. Ringsum tragen viele Straßen die Namen von Malern, etwa Lenbach, Janssen oder Hans Thoma.

Wie ist die Straße heute?

Die Camphausenstraße ist rund 310 Meter lang. Es gilt Tempo 30. Sie ist eine Wohnstraße. Geschäfte sind in den OpenStreetMap-Daten unter dieser Adresse nicht eingetragen. Die Straße ist deshalb vergleichsweise ruhig. Wer hier wohnt, lebt mitten im Viertel, aber abseits des großen Verkehrs. Das schätzen besonders Familien. Einkaufen kannst du an der nahen Keplerstraße oder an der Gemarkenstraße.

Lage und Nachbarschaft

Die Camphausenstraße verbindet die Lenbachstraße mit der Keplerstraße. Die Keplerstraße ist eine belebte Straße im Westen von Holsterhausen. An ihr liegen Geschäfte, die Gesamtschule Holsterhausen und der Sportplatz Keplerstraße.

An der Lenbachstraße gibt es unter anderem einen Friseur und Restaurants, zum Beispiel das Sarovar Indisches Restaurant und die Pizzeria Bella Vista. In der Nähe verlaufen außerdem die Janssenstraße und die Hans-Thoma-Straße. Auch sie gehören zum Malerviertel.

Kunstgeschichte im Alltag

Viele Menschen wohnen jahrelang in einer Straße, ohne zu wissen, wer hinter dem Namen steckt. Dabei erzählen die Schilder im Malerviertel eine kleine Kunstgeschichte. Wer von Straße zu Straße geht, spaziert durch mehrere Jahrhunderte Malerei.

Fazit

Die Camphausenstraße ist eine ruhige Wohnstraße im Westen des Malerviertels. Ihr Namensgeber malte Schlachten und Soldaten. Heute ist die Straße ein friedlicher Ort zum Wohnen – mit kurzen Wegen zur Keplerstraße und zur Lenbachstraße in Essen-Holsterhausen.

Daten teilweise aus OpenStreetMap (© OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL). Fehler gefunden? Sag Bescheid.