Esmarchstraße
Straße am Uniklinikum im Medizinerviertel

Erste Hilfe hat einen Namen: Die Esmarchstraße am Uniklinikum ehrt den Chirurgen, der das Samariterwesen in Deutschland begründete.
Hast du schon mal einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht? Vielleicht für den Führerschein? Dann hast du etwas gelernt, das auf eine Idee des Mannes zurückgeht, nach dem die Esmarchstraße benannt ist. Er wollte, dass ganz normale Menschen im Notfall helfen können.
Wer war Friedrich von Esmarch?
Friedrich von Esmarch wurde 1823 in Tönning geboren. Er starb 1908 in Kiel. Er war Chirurg. Von 1854 bis 1899 war er Professor für Chirurgie in Kiel und leitete dort die chirurgische Universitätsklinik.
Esmarch hat die Medizin auf mehreren Wegen geprägt:
- Er begründete das zivile Samariterwesen in Deutschland. Anfang 1882 bereitete er den ersten deutschen Samariterkurs vor. Im Mai 1882 wurde in Kiel der Deutsche Samariter-Verein gegründet. Laien sollten lernen, Verletzten zu helfen.
- Nach ihm ist der Esmarch-Handgriff benannt, der in der Medizin bis heute bekannt ist.
- 1873 stellte er die „Esmarchsche Blutleere“ vor. Mit elastischen Binden wird dabei der Blutverlust bei Operationen an Armen und Beinen verringert.
1887 wurde er geadelt. Seitdem hieß er „von Esmarch“.
Im Medizinerviertel
Die Esmarchstraße wurde am 16. September 1910 benannt. Am gleichen Tag bekamen auch die Bardelebenstraße und die Billrothstraße ihre Namen. Rund um das heutige Universitätsklinikum erinnern viele Straßen an große Ärzte. Das Klinikum ging aus den städtischen Krankenanstalten hervor.
Wie ist die Straße heute?
Die Esmarchstraße ist rund 410 Meter lang. Sie besteht aus mehreren Abschnitten und ist Einbahnstraße. Es gilt Tempo 30. Die Straße liegt direkt am Rand des Klinikgeländes. Viele Menschen, die im Universitätsklinikum Essen arbeiten oder dort Angehörige besuchen, kommen hier vorbei.
Wegen der Nähe zur Klinik sind hier tagsüber viele Menschen unterwegs. Für die Anreise mit Bus und Bahn gibt es in der Gegend die Bushaltestelle „Uniklinikum“. Die Straßenbahn hält zum Beispiel am Holsterhauser Platz, von dort ist es ein kurzer Fußweg.
Lage und Nachbarschaft
Die Esmarchstraße verbindet die Virchowstraße mit der Hufelandstraße. Die Virchowstraße bildet in diesem Bereich die Grenze zu Rüttenscheid. Von der Esmarchstraße zweigt die Henckelstraße ab. Sie führt zur Schönleinstraße. An der Hufelandstraße findest du Apotheke, Arztpraxen und eine Tankstelle.
Fazit
Die Esmarchstraße liegt mitten im Medizinerviertel von Essen-Holsterhausen. Ihr Namensgeber brachte die Erste Hilfe zu den Menschen. Ein passender Name für eine Straße direkt am Uniklinikum.
Nachbarstraßen

Freseniusstraße
Carl Remigius Fresenius, analytischer Chemiker, Gründer des chemischen Labors in Wiesbaden1818–1897Zur Straße
Bunsenstraße
Robert Wilhelm Bunsen, Chemiker (Spektralanalyse, Bunsenbrenner)1811–1899Zur Straße
Gerhard Meyer-Schwickerath Platz
Gerhard Meyer-Schwickerath, Augenarzt, Erfinder der Lichtkoagulation1920–1992Zur Straße
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Rudolf Christian Böttger (Boettger), Chemiker und Physiker1806–1881Zur Straße
Graefestraße
Albrecht von Graefe, Augenarzt, Begründer der Augenheilkunde als eigenes Fach in Deutschland1828–1870Zur Straße
Billrothstraße
Theodor Billroth, Chirurg, Begründer der modernen Bauchchirurgie1829–1894Zur StraßeDaten teilweise aus OpenStreetMap (© OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL). Fehler gefunden? Sag Bescheid.