Gerhard Meyer-Schwickerath Platz

Fußgängerplatz auf dem Gelände des Universitätsklinikums

Büste von Gerhard Meyer-Schwickerath in Essen
Foto: Vogelfreir, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia CommonsCC BY-SA 4.0Quelle

Ein Platz am Uniklinikum ehrt den Essener Augenarzt, der die Lichtkoagulation erfand – mit einer Büste von Franziska Schwarzbach.

Du bist auf dem Weg zur Uniklinik, vielleicht zu einem Termin, vielleicht zu einem Besuch. Zwischen den Gebäuden kommst du über einen Platz mit einer Büste. Wer war dieser Mann? Die Antwort ist eine der spannendsten Geschichten, die Holsterhausen zu bieten hat.

Wer war Gerhard Meyer-Schwickerath?

Gerhard Meyer-Schwickerath wurde 1920 in Elberfeld geboren. Das ist heute ein Teil von Wuppertal. Er starb 1992 in Essen. Er war Augenarzt, Hochschullehrer und Forscher.

Seine große Erfindung heißt Lichtkoagulation. 1949 gelang ihm die erste erfolgreiche Behandlung einer Netzhautablösung mit einem Lichtstrahl. Zuerst nutzte er dafür gebündeltes Sonnenlicht. Später entwickelte er mit der Firma Carl Zeiss ein Gerät mit einer sehr hellen Xenon-Lampe. Die Idee: Mit Licht wird die Netzhaut behandelt, ohne das Auge aufzuschneiden. Für diese Arbeit habilitierte er sich 1953 in Bonn.

Sein Wirken in Essen

Später kam Meyer-Schwickerath nach Essen. Bis 1985 leitete er die Universitäts-Augenklinik. Er half auch dabei, dass aus den städtischen Krankenanstalten eine Universitätsklinik wurde. Das heutige Universitätsklinikum Essen ist also auch ein Stück sein Werk.

Für seine Leistungen wurde er international anerkannt. Die Lichtkoagulation gilt als sein größter Beitrag zur Augenheilkunde. Sie hat die Behandlung von Erkrankungen der Netzhaut stark geprägt und ist bis heute eng mit seinem Namen verbunden.

Der Platz und die Büste

Zu seinem 90. Geburtstag im Juli 2010 würdigte die Stadt Essen den Augenarzt mit einem nach ihm benannten Platz. Der Platz liegt auf dem Gelände des Universitätsklinikums. Er ist eine gepflasterte Fußgängerfläche und laut OpenStreetMap barrierefrei.

Auf dem Platz steht eine Büste von Meyer-Schwickerath. Sie stammt von der Bildhauerin Franziska Schwarzbach. Mehr dazu liest du im Porträt des Gerhard-Meyer-Schwickerath-Platzes mit Büste.

Lage und Nachbarschaft

Der Platz liegt mitten im Klinikviertel im Süden von Holsterhausen. In der Nähe verlaufen die Virchowstraße und der Hohlweg. Rundherum erinnern viele Straßennamen an berühmte Mediziner, zum Beispiel die Hufelandstraße, die Esmarchstraße und die Robert-Koch-Straße. Meyer-Schwickerath passt in diese Reihe – mit einem Unterschied: Er hat direkt hier gearbeitet.

Fazit

Der Gerhard Meyer-Schwickerath Platz ist ein ruhiger Ort mitten im Klinikalltag. Er erinnert an einen Essener Arzt, dessen Idee die Augenheilkunde verändert hat. Bleib beim nächsten Weg zur Uniklinik in Essen-Holsterhausen ruhig kurz stehen.

In dieser Straße

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