Kultur

Die drei Grazien

Skulptur von Adolf Heinrich aus dem Jahr 1959.

Du wartest auf die Bahn am Holsterhauser Platz und schaust dich um. Ganz in der Nähe steht eine Skulptur mit drei Figuren. Viele gehen jeden Tag daran vorbei. Doch wer sind diese drei eigentlich?

Was über das Kunstwerk bekannt ist

Die Skulptur heißt „Die drei Grazien“. Laut OpenStreetMap stammt sie von Adolf Heinrich. Sie wurde 1959 aufgestellt. Damit ist sie ein Kunstwerk aus der Zeit, in der Holsterhausen nach dem Krieg neu aufgebaut wurde.

Wer sind die drei Grazien?

Die drei Grazien stammen aus der griechischen und römischen Sagenwelt. Auf Griechisch heißen sie Chariten. Es sind drei Göttinnen. Sie stehen für Anmut, Freude und blühendes Leben. Ihre Namen sind Aglaia, Euphrosyne und Thalia. Seit der Antike sind sie ein beliebtes Motiv. Berühmte Künstler wie Raffael, Rubens oder Canova haben sie dargestellt. Oft sieht man sie zu dritt, eng beieinander, manchmal Hand in Hand.

Ein passendes Motiv für das Malerviertel

Die Skulptur steht in einem Teil von Holsterhausen, in dem viele Straßen nach Malern benannt sind. Die Rubensstraße und die Raffaelstraße tragen sogar die Namen von Künstlern, die selbst die drei Grazien gemalt haben. Ob das bei der Aufstellung Absicht war, ist nicht belegt. Aber es ist ein schöner Zufall, den du beim nächsten Spaziergang weitererzählen kannst.

Kunst im Wiederaufbau

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Holsterhausen stark zerstört. Der Stadtteil galt als das größte zusammenhängende Wiederaufbaugebiet Westdeutschlands. In dieser Zeit entstanden nicht nur neue Häuser, sondern auch Kunstwerke für Straßen und Plätze. Sie sollten das neue Viertel freundlicher machen. „Die drei Grazien“ sind ein Beispiel dafür.

In der Nähe

Nur ein paar Schritte weiter findest du die Melanchthonkirche mit ihrem bunten Glockenturm und das Glocken-Mahnmal. Weitere Kunstwerke im Stadtteil zeigt dir die Seite Kunst im öffentlichen Raum.

Fazit

„Die drei Grazien“ sind ein kleines Stück Antike mitten in Essen-Holsterhausen. Die Skulptur von 1959 erzählt von der Zeit des Wiederaufbaus. Schau beim nächsten Warten auf die Bahn mal genauer hin.

Hier findest du’s

Kartendaten und Kacheln © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL)

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