An St. Stephan
Kurze Wohnstraße an der früheren Kirche St. Stephanus

Eine Kirche gab der Straße ihren Namen: An St. Stephan erinnert an die Gemeinde St. Stephanus, die 1930 in Holsterhausen entstand.
Nur 140 Meter lang, und trotzdem steckt in dieser Straße fast ein Jahrhundert Stadtteilgeschichte. An St. Stephan ist eine der kürzesten Straßen in Holsterhausen. Ihr Name führt direkt zu einer Kirche.
Woher kommt der Name?
Die Straße ist nach der anliegenden Kirche St. Stephanus benannt. Der Name wurde am 31. Mai 1930 vergeben. Das Jahr ist kein Zufall. 1930 wurde der Seelsorgebezirk St. Stephanus von der Muttergemeinde St. Mariä Empfängnis abgetrennt. Er wurde eine eigene Kirchengemeinde. Im selben Jahr wurde auch die St.-Stephanus-Kirche fertig.
Der heilige Stephanus gilt in der christlichen Tradition als erster Märtyrer. Viele Kirchen in Deutschland tragen seinen Namen.
Die Geschichte der Kirche
Die erste Kirche stand nicht lange. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie 1944 zerstört. In den 1950er-Jahren entstand ein Neubau. Viele Jahrzehnte war er das Zentrum der Gemeinde.
Dann änderte sich viel. 2006 schloss sich die Gemeinde mit St. Mariä Empfängnis zusammen. 2008 fand in der Kirche der letzte Gottesdienst statt. 2011 wurde das Gebäude an die Heimstatt-Engelbert-Stiftung verkauft. Die Straße trägt ihren Namen aber bis heute.
Wie ist die Straße heute?
An St. Stephan ist eine kleine Wohnstraße. Große Geschäfte gibt es hier nicht. Dafür ist die Umgebung lebendig. In der benachbarten Windmühlenstraße liegt laut OpenStreetMap der kath. Kindergarten St. Stephanus. Der Name Stephanus lebt also im Viertel weiter.
Lage und Nachbarschaft
Die Straße verbindet die Windmühlenstraße mit der Hausackerstraße. Die Hausackerstraße ist Teil der Landesstraße L20. Sie kommt aus Frohnhausen und geht in die Kaulbachstraße über. Auch die Keplerstraße mit ihren Geschäften und dem Sportplatz ist nicht weit.
Wer St. Mariä Empfängnis sehen möchte, die frühere Muttergemeinde, geht ein Stück nach Nordosten. Die Kirche St. Mariä Empfängnis steht an der Holbeinstraße, nahe der Gemarkenstraße.
Warum der Name bleibt
Kirchen prägen Viertel oft stärker als man denkt. Selbst wenn ein Gebäude nicht mehr als Kirche genutzt wird, bleibt der Name. Er steht auf Schildern, in Adressen und in der Erinnerung der Menschen, die hier getauft oder getraut wurden.
Fazit
An St. Stephan ist kurz, aber voller Geschichte. Die Straße erzählt von einer Gemeinde, die 1930 entstand, den Krieg überstand und sich später neu ordnete. Ein kleiner Ort, an dem du viel über Essen-Holsterhausen lernen kannst.
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