Hölderlinstraße

Wohnstraße an der Grenze zum Südviertel

Pastellbildnis von Friedrich Hölderlin (Franz Carl Hiemer, 1792), Namensgeber der Hölderlinstraße
Bild: Franz Carl Hiemer, Public Domain, via Wikimedia CommonsPublic DomainQuelle

Früher hieß sie Mörderstraße, heute trägt sie den Namen eines großen Dichters: Die Hölderlinstraße bildet die Grenze zum Südviertel.

Würdest du gern in der Mörderstraße wohnen? Wahrscheinlich nicht. Genau so hieß diese Straße aber einmal. Heute trägt sie einen der schönsten Namen der deutschen Literatur: Hölderlin.

Wer war Friedrich Hölderlin?

Friedrich Hölderlin wurde 1770 in Lauffen am Neckar geboren. Er starb 1843 in Tübingen. Er war Dichter und zählt zu den bedeutendsten Lyrikern seiner Zeit. Lyrik bedeutet Gedichte.

Das Besondere an Hölderlin: Er passt in keine Schublade. Sein Werk lässt sich weder der Weimarer Klassik um Goethe und Schiller noch der Romantik klar zuordnen. Er ging seinen eigenen, ganz besonderen Weg als Dichter. Seine Gedichte werden bis heute gelesen, vertont und in Schulen besprochen.

Viele Namen für eine Straße

Die Hölderlinstraße hat eine lange Namensgeschichte. Ursprünglich hieß sie Mörderstraße. Später trugen Teile von ihr die Namen Klopstockstraße, Friedrichshof und Lordstraße. Ihren heutigen Namen bekam sie am 15. Juli 1954.

Am selben Tag wurde übrigens auch die benachbarte Mörikestraße benannt. Eduard Mörike war ebenfalls Dichter. Hölderlin und Mörike stammten beide aus Württemberg. So entstand eine kleine Dichter-Ecke am Rand von Holsterhausen.

Wie ist die Straße heute?

Die Hölderlinstraße ist rund 340 Meter lang. Sie ist eine Wohnstraße mit Tempo 30. Teilweise ist sie Einbahnstraße. Geschäfte sind in den OpenStreetMap-Daten unter dieser Adresse nicht eingetragen. Durch ihre Lage ist sie trotzdem gut angebunden.

Lage und Nachbarschaft

Die Hölderlinstraße bildet die Grenze zum Südviertel. Sie führt von der Holsterhauser Straße zur Kaupenstraße und von dort weiter ins Südviertel. Auf der einen Seite liegt also Holsterhausen, auf der anderen das Südviertel.

Die Holsterhauser Straße ist die Hauptachse des Stadtteils. Dort gibt es Restaurants, Praxen, Kioske und Haltestellen. Zur Gemarkenstraße und zum Gemarkenplatz ist es nicht weit. Richtung Osten erreichst du schnell die Essener Innenstadt und Rüttenscheid.

Vom Schreckensnamen zum Dichter

Warum die Straße einst Mörderstraße hieß, ist in den bekannten Quellen nicht erklärt. Klar ist nur: Der heutige Name klingt deutlich freundlicher. Wer hier wohnt, hat eine Adresse mit literarischem Glanz.

Fazit

Die Hölderlinstraße ist eine ruhige Wohnstraße an der Grenze zwischen Essen-Holsterhausen und dem Südviertel. Ihr Name ehrt einen großen Dichter. Und ihre Geschichte zeigt, wie sehr sich Straßennamen im Lauf der Zeit verändern können.

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