Am Funkturm: der verschwundene Richtfunkmast
181 Meter hoher Richtfunkmast der Bundesbahn, der 1971 abgebaut wurde.
Du wohnst an der Straße Am Funkturm oder kommst dort vorbei. Und du fragst dich: Wo ist denn eigentlich der Funkturm? Die Antwort: Er ist seit über 50 Jahren weg. Aber sein Name ist geblieben.
Ein Mast so hoch wie ein Hochhaus
1955 baute die Deutsche Bundesbahn in Holsterhausen einen Richtfunkmast. Er war 181 Meter hoch. Das ist sogar höher als der Kölner Dom mit seinen rund 157 Metern. Der Mast war ein Gittermast aus Stahl. Er wurde von Seilen gehalten, die im Boden verankert waren. Man nennt so etwas einen abgespannten Stahlfachwerkmast.
Wofür der Mast da war
Die Bahn nutzte den Mast für Richtfunk. Dabei werden Signale per Funk von Mast zu Mast geschickt, ohne Kabel. Von Essen aus gab es so eine Verbindung nach Frankfurt am Main. Die Bahn konnte darüber telefonieren und Daten übertragen.
Das Ende des Masts
Später stellte die Bahn ihren Telefonverkehr auf Kabel um. Der Mast wurde nicht mehr gebraucht. 1971 wurde er abgebaut. Geblieben ist der Straßenname. Die Straße Am Funkturm wurde schon 1961 nach dem Mast benannt.
Die Gegend heute
Die Straße Am Funkturm liegt im Norden von Holsterhausen, nahe der A 40. Ganz in der Nähe liegen die Straßen Am Fernmeldeamt und Am EUROPA-CENTER. Hier gibt es heute Büros, Bildungseinrichtungen und Wohnhäuser. Das Evangelische Fachseminar und das Hochschulzentrum der FOM sind Nachbarn. Auch heute prägen Funkanlagen die Gegend an der A 40. Die Wikipedia nennt einen Funkturm an der Autobahn als eines der markanten Bauwerke im Stadtteil.
Straßennamen als Geschichtsbuch
In Holsterhausen erzählen viele Straßennamen Geschichte. Manche erinnern an Maler, andere an Ärzte oder Forscher. Am Funkturm erinnert an ein technisches Bauwerk, das es nicht mehr gibt. Wer mehr über Straßennamen im Viertel erfahren will, schaut ins Straßenverzeichnis.
Fazit
Der Richtfunkmast der Bundesbahn war von 1955 bis 1971 ein Riese über Essen-Holsterhausen. Heute erinnert nur noch ein Straßenname an ihn. Eine kleine Geschichte, die zeigt, wie sich Technik und Stadtbild verändern.
Hier findest du’s
Kartendaten und Kacheln © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL)
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