Ein Fest für Holsterhausen – mach mit

Sommerfest, Weinfest oder Familientag in Essen-Holsterhausen: Der Verein sammelt Ideen und sucht Menschen, die mitmachen. So kannst du dabei sein.

Stell dir einen Samstag im Sommer vor

Es riecht nach Grill und frischem Kaffee. Auf einer kleinen Bühne spielt eine Band aus dem Viertel. Am Schminktisch steht eine Schlange aus Kindern. Ein paar Meter weiter schenkt jemand Wein aus, daneben verkauft eine Keramikerin ihre Tassen. Du triffst drei Nachbarn, die du sonst nur vom Sehen kennst. Und du bist keine fünf Minuten von deiner Haustür entfernt.

So einen Tag gibt es in Essen-Holsterhausen im Moment nicht. Die IG Holsterhausen e. V. möchte das ändern. Aber nicht allein. Ein Fest für den Stadtteil funktioniert nur, wenn viele mitmachen. Deshalb geht es auf dieser Seite noch nicht um Termine oder Programmhefte. Es geht um dich.

Warum ein Fest dem Viertel guttut

Holsterhausen hat rund 26.000 Einwohner. Es hat Läden, Praxen, Cafés, Handwerk, Schulen, Kirchen und Vereine. Was ihm fehlt, ist ein Tag im Jahr, an dem all das gleichzeitig sichtbar wird.

Ein Stadtteilfest bringt drei Dinge auf einmal. Erstens lernst du Menschen kennen, die im selben Viertel wohnen wie du. Zweitens sehen Leute Geschäfte, an denen sie sonst vorbeilaufen. Und drittens bleibt das Geld im Stadtteil. Wer beim Fest einen Kaffee trinkt, eine Bratwurst isst oder eine Schale kauft, gibt sein Geld hier aus. Nicht in einem Online-Shop und nicht in einem Einkaufszentrum am Stadtrand.

Das ist keine graue Theorie. In Rüttenscheid tragen Kunstmeile, Oldtimer-Treffen und Wintermarkt seit Jahren dazu bei, dass die Straße bekannt ist. In Steele und Kettwig ziehen Weinfeste Menschen an, die sonst nicht dorthin fahren würden. Holsterhausen kann das auch. Es ist groß genug, es liegt zentral, und es hat mehr Gastronomie und Einzelhandel, als viele denken.

Wie so ein Tag aussehen könnte

Nichts davon ist beschlossen. Es ist ein Bild, an dem du mitmalen kannst.

Bühne und Musik

Eine kleine Bühne reicht schon. Darauf: Bands aus dem Viertel, ein Chor, eine Tanzgruppe, ein Schulorchester, am Abend vielleicht etwas zum Tanzen. Kein Festival-Line-up. Lieber Leute, die hier wohnen und Lust haben zu spielen.

Essen und Trinken aus dem Viertel

Die Gastronomie aus Holsterhausen kocht draußen. Türkisch, italienisch, deutsch, vietnamesisch, vegan – das Viertel gibt das her. Dazu Kaffee von der Rösterei um die Ecke, Kuchen vom Bäcker, Eis für die Kinder. Und Weinstände, an denen man stehen bleibt und redet.

Eine Ecke für Kinder

Hüpfburg, Basteltisch, Kinderschminken, Spiele, vielleicht eine Vorlesestunde. Familien bleiben nur, wenn die Kinder etwas zu tun haben. Wer schon einmal ein Familienfest organisiert hat, weiß das.

Vereine und Initiativen

Sportvereine, Chöre, Kirchengemeinden, Nachbarschaftsinitiativen, Fördervereine: Alle bekommen einen Tisch und erzählen, was sie machen. Für viele Vereine ist so ein Tag die beste Chance des Jahres, neue Mitglieder zu finden.

Kunst und Handwerk

Ein Markt mit Keramik, Schmuck, Drucken, Holz, Textilem. Holsterhausen ist nicht umsonst das Viertel mit den Malernamen an jeder Ecke. Ein kleiner Kunsthandwerkermarkt passt hierher.

Ein verkaufsoffener Sonntag

Wenn das Fest an einem Wochenende läuft, kann der Einzelhandel am Sonntag öffnen. Das muss die Stadt Essen erlauben und braucht Vorlauf. Was dafür nötig ist, steht auf der Seite Verkaufsoffener Sonntag.

Wo das Fest stattfinden könnte

Eine Fläche im Viertel ist dafür immer wieder im Gespräch: der Kirchplatz an St. Mariä Empfängnis an der Holbeinstraße. Dort findet schon heute das Kinder- und Familienfest „Kindsein in Holsterhausen“ statt, das die Stadt Essen zusammen mit der AWO und Einrichtungen aus dem Stadtteil veranstaltet. Der Platz ist also erprobt.

Festgelegt ist er trotzdem nicht. Denkbar sind auch ein Abschnitt der Gemarkenstraße, der Holsterhauser Platz oder eine Kombination aus mehreren Orten. Welche Fläche am Ende passt, hängt an der Größe des Festes, an der Anfahrt für Stände und an den Auflagen. Genau das klärt das Orga-Team – gemeinsam mit der Stadt.

Sommerfest, Weinfest oder Familienfest?

Auch das ist offen. Ein Sommerfest mit Musik und Gastronomie ist der Klassiker. Ein Weinfest ist kleiner, ruhiger und zieht ein anderes Publikum an. Ein Familienfest am Nachmittag ist am einfachsten zu organisieren. Ein verkaufsoffener Sonntag hilft vor allem dem Einzelhandel.

Vielleicht wird es auch eine Mischung. Sag, was du dir wünschst – deine Idee fürs Fest zählt.

Was der Verein beisteuert

Die IG Holsterhausen e. V. übernimmt den Teil, den niemand freiwillig macht: den Papierkram und die Koordination.

  • Organisation: Der Verein ruft das Orga-Team zusammen, lädt zu den Treffen ein, führt Protokoll und hält die Fäden zusammen.
  • Genehmigungen: Anmeldung der Veranstaltung, Sondernutzung der Fläche, Absprachen zu Sicherheit, Brandschutz, Strom, Wasser und Müll.
  • Ansprache der Stadt: Der Verein spricht mit den Ämtern der Stadt Essen, der Bezirksvertretung und den Einrichtungen im Stadtteil. Laut Satzung arbeitet er ausdrücklich mit öffentlichen Stellen zusammen.
  • Kommunikation: Ankündigung auf holsterhausen.de, in den sozialen Netzwerken und in der lokalen Presse. Ein Stadtteilportal mit Karte, Verzeichnis und Magazin liegt schon bereit.
  • Standvergabe: Wer wo steht, wird an einer Stelle geplant – nicht in zwanzig Einzelgesprächen.

Was der Verein nicht kann: das Fest allein stemmen. Ein Vorstand aus zwei Personen baut keine Bühne auf.

Was jetzt gebraucht wird

Für den Anfang reicht eine Handvoll Menschen, die Lust haben. Konkret werden gesucht:

  • Menschen fürs Orga-Team: Leute, die sich alle paar Wochen treffen und Aufgaben übernehmen. Erfahrung ist schön, aber keine Bedingung.
  • Gastronomie: Restaurants, Cafés, Imbisse, Bäckereien und Foodtrucks aus Holsterhausen, die einen Stand betreiben.
  • Standbetreiber: Geschäfte, Handwerk, Kunsthandwerk, Vereine und Initiativen mit einem Tisch oder einem Pavillon.
  • Sponsoren: Betriebe, die Geld, Material oder Leistungen geben. Bühne, Zelte, Absperrung und Versicherung kosten nun einmal.
  • Helfer für Auf- und Abbau: Am Morgen tragen, am Abend wieder abbauen. Die unsichtbare Arbeit, ohne die nichts läuft.
  • Musik: Bands, Chöre, DJs, Tanzgruppen, Solokünstler aus dem Viertel.
  • Technik: Menschen, die Ton und Licht können oder Equipment haben.
  • Kinderprogramm: Wer Spiele, Basteln, Schminken oder eine Vorlesestunde anbieten kann.

Du musst dich nicht für ein ganzes Jahr verpflichten. Sag einfach, was du dir vorstellen kannst. Alles Weitere klärt sich im Gespräch.

So geht es Schritt für Schritt

Ein Fest entsteht nicht an einem Nachmittag. Diese Schritte stehen an, in dieser Reihenfolge:

  1. Ideen sammeln. Was soll das für ein Tag werden? Wer würde kommen? Was fehlt im Viertel? Dafür gibt es das Ideen-Formular.
  2. Orga-Team bilden. Aus allen, die sich melden, wird eine feste Gruppe. Sie trifft sich regelmäßig und teilt die Aufgaben auf.
  3. Termin und Genehmigung. Erst dann werden Datum, Fläche und Format festgelegt und bei der Stadt Essen angemeldet. Für einen verkaufsoffenen Sonntag braucht es deutlich mehr Vorlauf.
  4. Standvergabe. Wenn Fläche und Termin stehen, wird geplant, wer wo steht. Mitglieder der IG kommen zuerst dran.
  5. Fest. Aufbauen, feiern, abbauen. Und danach überlegen, was im nächsten Jahr besser wird.

Zwischen Schritt eins und Schritt fünf liegen Monate. Wer früh dabei ist, bestimmt mehr mit.

Mitglieder bekommen bei Standplätzen den ersten Zugriff

Eine Sache vorweg, damit sie niemanden überrascht: Mitglieder tragen den Verein – deshalb bekommen sie bei Standplätzen den ersten Zugriff. Mitmachen kann trotzdem jeder.

Das ist keine Mauer, sondern eine Reihenfolge. Wer Beitrag zahlt, finanziert Versicherung, Genehmigungen und Technik mit. Es wäre schräg, wenn genau diese Betriebe dann keinen Platz bekämen. Sobald die Plätze für Mitglieder vergeben sind, ist der Rest offen für alle anderen – und Helfer, Musiker, Vereine und Ideengeber sind sowieso ohne jede Bedingung willkommen.

Wenn du ein Geschäft in Holsterhausen hast und ohnehin überlegst: Eine Mitgliedschaft kostet dich weniger als ein Werbeflyer und bringt dir zusätzlich ein Premium-Listing auf diesem Portal. Alles dazu steht unter Mitglied werden.

Mach mit – jetzt ist der richtige Moment

Im Moment gibt es ein Fest nur als Idee. Wie groß es wird, entscheidet sich daran, wie viele Menschen sich in den nächsten Wochen melden. Fünf Rückmeldungen ergeben einen netten Nachmittag. Fünfzig ergeben ein Stadtteilfest.

Es gibt zwei Wege, und beide dauern zwei Minuten:

  • Du hast eine Idee, aber keine Zeit für mehr? Dann schick sie über das Formular auf der Seite Deine Idee fürs Fest.
  • Du willst aktiv mitmachen – im Orga-Team, mit einem Stand, als Helfer, Sponsor oder Musiker? Dann geht es hier weiter: Mitmachen: Orga, Stand, Helfen.

Du kannst auch beides machen. Und du kannst diese Seite weiterschicken – an den Bäcker, an die Nachbarin, an den Trainer im Verein.

HH – Fest-Idee

Was würde dich an einem Samstagnachmittag aus der Wohnung holen? Schick deine Idee für ein Fest in Essen-Holsterhausen. Ein Satz reicht. Alle Ideen gehen direkt an das Orga-Team der IG Holsterhausen e. V.

Je konkreter, desto besser. Ort, Uhrzeit oder Namen dürfen gern dabei sein.
Passt nichts genau? Dann nimm „Sonstiges“.
Das ist noch keine Zusage. Es sagt nur, ob sich jemand bei dir melden darf.
Hierhin geht die Bestätigung. Deine Adresse wird nicht weitergegeben.
Freiwillig. Nur, falls es mal schnell gehen soll.
Auch Gäste von außerhalb dürfen Ideen schicken.

Fazit

Ein Fest macht aus einem Stadtteil eine Nachbarschaft. Holsterhausen hat alles dafür: Flächen, Gastronomie, Geschäfte, Vereine und Menschen. Was noch fehlt, sind die ersten zwanzig, die Ja sagen. Schick deine Idee oder trag dich als Mitmacher ein – der Rest ergibt sich.