Hohe Warte
Steile Wohnstraße hinab ins Mühlenbachtal
Steil bergab ins Mühlenbachtal: Die Hohe Warte trägt den Namen eines alten Kottens, dessen Geschichte bis ins Jahr 1528 zurückreicht.
Wer die Hohe Warte hinaufgeht, weiß danach, was er getan hat. Die Straße ist steil. So steil, dass die Stadt Essen einer Nachbarstraße einen besonderen Namen gab: Halbe Höhe. Doch woher kommt eigentlich der Name Hohe Warte? Mit einem Aussichtsturm hat er nichts zu tun.
Woher kommt der Name?
Die heutige Schreibweise „Hohe Warte“ ist aus dem Namen Howard entstanden. So hieß ein alter Kotten, also ein kleiner Bauernhof. Schon 1528 wird ein Gut namens Howerde erwähnt. In einem Verzeichnis von 1668 steht, dass Johan Howar auf dem 15 Morgen großen Kotten saß.
Der Hof hatte eine wechselvolle Geschichte. Ursprünglich gehörte er der Jesuitenresidenz am Essener Burgplatz. Später ging er durch einen Vergleich an das Kanonikerkapitel über. Auch 1795 wird ein Howar als Kötter genannt. 1809 bekam Franz Howar den Kotten für zwölf Jahre. 1823 wurde der Hof, der nun nur noch acht Morgen groß war, an Hermann Howahr verpachtet. Andere Teile des Hofs hatten zuvor die Bergleute und Kötter Barkhoff, Kalthoff und Tapper erworben. Sie bauten dort ihre Wohnhäuser.
Übrigens: Die Schreibweise des Namens Howar wechselt in den alten Quellen immer wieder. Mal Howar, mal Howahr. Einheitliche Rechtschreibung gab es damals noch nicht.
Wie ist die Straße heute?
Die Straße Hohe Warte wurde am 31. Mai 1930 benannt. Vorher war sie die südwestliche Verlängerung der Windmühlenstraße. Sie ist rund 350 Meter lang. Es gilt Tempo 30. Die Straße ist vor allem Wohnstraße. Im Portal ist hier außerdem das Geschäft Antik & Trödel Kevric eingetragen.
Lage und Nachbarschaft
Die Hohe Warte führt von der Kaulbachstraße in südwestlicher Richtung hinab ins Mühlenbachtal. Unten trifft sie auf die Straße Am Mühlenbach. Unterwegs kreuzt sie die Straße Halbe Höhe. Auch die Defreggerstraße endet an der Hohen Warte. An der Abzweigung der Hohen Warte geht die Hausackerstraße in die Kaulbachstraße über.
Unten im Tal wird es grün und ruhig. Das Mühlenbachtal ist ideal für Spaziergänge. Richtung Süden liegt die Margarethenhöhe, Richtung Westen Frohnhausen.
Fazit
Die Hohe Warte ist steil, grün und voller Geschichte. Ihr Name stammt von einem Kotten, der schon vor fast 500 Jahren erwähnt wurde. Wer hier hinaufsteigt, geht auf den Spuren der alten Bauern und Bergleute von Essen-Holsterhausen.
Läden & Orte: Hohe Warte
Kartendaten und Kacheln © OpenStreetMap-Mitwirkende (ODbL)
Nachbarstraßen
Windmühlenstraße
Windmühle, 1871–1899 an der Ecke Kaulbachstraße in BetriebZur StraßeHalbe Höhe
Lagebezeichnung: „auf halber Höhe“ des Anstiegs an der Hohen WarteZur Straße
Am Mühlenbach
Borbecker MühlenbachZur StraßeHausackerstraße
Hausacker, alte Bezeichnung von Grundstücken (Örtlichkeit)Zur StraßeHohlweg
Lage an einem Hohlweg (1668 als „Hollenweg“ erwähnt)Zur Straße
Gemarkenstraße
Frohnhauser Mark (Gemark), früher gemeinschaftlich genutztes LandZur StraßeDaten teilweise aus OpenStreetMap (© OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL). Fehler gefunden? Sag Bescheid.