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Kittel, Hörsaal, Nachtschicht: Studierende und Klinik-Personal in Holsterhausen

Medizinstudium, Ausbildung, Schichtdienst: Warum so viele junge Menschen und Klinik-Beschäftigte in Holsterhausen wohnen – und was sie hier finden.

Lehr- und Lernzentrum der Medizinischen Fakultät am Universitätsklinikum Essen
Foto: Matthias Müller, CC0, via Wikimedia CommonsCC0Quelle

Du kommst um 22 Uhr aus der Spätschicht, die Füße tun weh, und du willst nur noch nach Hause. Wie schön, wenn das Zuhause nur fünf Minuten entfernt ist. Für viele Menschen in Holsterhausen ist das Alltag. Denn das Viertel ist ein Magnet für alle, die am Klinikum arbeiten, lernen oder studieren.

Ein Stadtteil, den die Stadt „Studentenparadies“ nennt

Die Stadt Essen beschreibt Holsterhausen selbst als Studentenparadies. Das Viertel zieht vor allem jüngere Menschen an. Die Gründe liegen auf der Hand: Die Mieten gelten als vergleichsweise erschwinglich. Das Universitätsklinikum mit der Medizinischen Fakultät liegt mitten im Stadtteil. Und das Rüttenscheider Nachtleben ist nicht weit.

Das Klinikum als Zentrum

Das Universitätsklinikum Essen ist einer der größten Arbeitgeber der Stadt. Mehrere Tausend Menschen arbeiten hier. Dazu kommen Studierende der Medizin, die hier ihre praktische Ausbildung machen. Und viele junge Menschen in Ausbildung.

Auf dem Gelände gibt es eigene Schulen: eine Schule für Pflegeberufe, eine Schule für Physiotherapie, eine Schule für Diätassistenz und weitere Schulen für medizinisch-technische Berufe. Wer hier lernt, will oft auch hier wohnen.

Mehr über die Geschichte des Klinikums erfährst du im Beitrag Vom Stadtkrankenhaus zur Uniklinik.

Schichtdienst verändert ein Viertel

Ein Krankenhaus läuft rund um die Uhr. Das merkst du in Holsterhausen. Menschen gehen um fünf Uhr morgens zur Arbeit und kommen um Mitternacht zurück. Manche schlafen tagsüber. Das hat Folgen für das ganze Viertel:

  • Bäcker öffnen früh, weil die Frühschicht Kaffee braucht.
  • Imbisse haben lange auf, weil die Spätschicht Hunger hat.
  • Ruhezeiten sind wichtig. Wer tagsüber schläft, freut sich über leise Nachbarn.
  • Bus und Bahn fahren auch spät noch, zum Beispiel die Nachtexpress-Linien.

Wenn du im Schichtdienst arbeitest, ist Holsterhausen ideal. Wenn du nicht im Schichtdienst arbeitest, hast du Nachbarn, die es tun. Ein bisschen Rücksicht hilft allen.

Kurze Wege sind alles

Für Studierende und Klinik-Personal zählt vor allem eines: kurze Wege. Und die hat Holsterhausen. Vom Wohnhaus zum Klinikum sind es oft nur ein paar Minuten zu Fuß oder mit dem Rad. Die Straßenbahnlinien 101 und 106 halten am Haupteingang. Die U17 hält am Holsterhauser Platz.

Zum Campus der Universität Duisburg-Essen in der Innenstadt kommst du mit der U17 direkt. Die Haltestelle heißt Universität Essen. Mehr dazu im Ratgeber Bus und Bahn in Holsterhausen.

Wohnen mit kleinem Budget

Wer studiert oder in Ausbildung ist, hat selten viel Geld. Holsterhausen bietet viele kleinere Wohnungen in Nachkriegsbauten. Dazu gibt es Wohngemeinschaften. Konkrete Preise stehen hier nicht, denn sie ändern sich ständig. Der Mieten- und Kauf-Guide hilft dir aber bei der Suche.

Tipp: Suche nicht nur online. Viele Wohnungen werden im Viertel über Aushänge oder Mundpropaganda weitergegeben. Frag im Freundeskreis und schau auf die Schwarzen Bretter.

Günstig essen und einkaufen

Mit schmalem Budget ist Holsterhausen ein gutes Pflaster. Es gibt mehrere Discounter und Supermärkte, darunter PENNY an der Gemarkenstraße, Netto und Lidl. Dazu kommen viele Imbisse und Pizzerien. Und für die Mittagspause gibt es auf dem Klinikgelände eine eigene Gastronomie und eine Mensa.

Wenn du selbst kochst, lohnt sich der Wochenmarkt am Donnerstagnachmittag. Das passt perfekt nach der Uni oder nach der Frühschicht.

Ausgleich nach dem Dienst

Nach einer langen Schicht brauchst du Ausgleich. In Holsterhausen findest du ihn schnell. Joggen im Mühlenbachtal. Bouldern in der Boulderbar Neoliet. Padel bei The Padellers. Oder einfach ein Bier in einer der Kneipen im Viertel. Mehr Ideen findest du unter Sport in Holsterhausen.

Freizeit, wenn andere arbeiten

Schichtdienst hat auch Vorteile. Wer vormittags frei hat, erlebt das Viertel ganz anders. Die Boulderhalle ist leerer, das Café ruhiger, im Park triffst du kaum jemanden. Nutze diese Zeit. Viele Angebote in Holsterhausen sind auch tagsüber offen. Die Stadtteilbücherei an der Böcklinstraße, die Läden auf der Gemarkenstraße und die Sportanlagen stehen dir zu Zeiten zur Verfügung, zu denen andere im Büro sitzen.

Ankommen und Leute kennenlernen

Viele Studierende und Azubis kommen neu nach Essen. Das Ankommen ist nicht immer leicht. Tipp: Geh raus ins Viertel. Besuche den Markt, geh zu einem Sportverein, engagiere dich ehrenamtlich. Holsterhausen ist offen, und du findest schnell Anschluss. Der Ratgeber Neu in Holsterhausen hilft dir beim Start.

Fazit

Holsterhausen ist das Viertel für alle, die am Klinikum arbeiten, lernen oder studieren. Kurze Wege, bezahlbare Mieten, frühe Bäcker und späte Imbisse machen den Alltag leichter. Und wenn du Abwechslung brauchst, ist die Rü nicht weit. Kein Wunder, dass so viele junge Menschen hier wohnen.