sylvia loehrmann

Foto: Superbass, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia CommonsCC BY-SA 4.0Quelle

Politikerin

Sylvia Löhrmann

geb. 1957

Sylvia Löhrmann machte 1975 ihr Abitur an der B.M.V.-Schule in Essen-Holsterhausen.

Wer in NRW zur Schule gegangen ist, hat ihren Namen vielleicht schon mal gehört. Sylvia Löhrmann war sieben Jahre lang Schulministerin des Landes. Ihr eigenes Abitur hat sie in Holsterhausen gemacht.

Abitur an der B.M.V.-Schule

Sylvia Löhrmann wurde am 1. März 1957 in Essen geboren. 1975 machte sie ihr Abitur an der B.M.V.-Schule. Das katholische Gymnasium liegt in Holsterhausen an der Bardelebenstraße. Damals war es noch eine reine Mädchenschule.

Vom Klassenzimmer in die Politik

Nach dem Abitur studierte sie Englisch und Deutsch an der Ruhr-Universität Bochum. Sie wollte Lehrerin werden. Ihr Referendariat machte sie an Duisburger Schulen. Von 1984 bis 1995 unterrichtete sie an der Städtischen Gesamtschule in Solingen. Dort war sie auch Vorsitzende des Lehrerrates.

Erste Schritte bei den Grünen

1985 trat sie den Grünen bei. Ab 1989 saß sie im Solinger Stadtrat. 1995 zog sie in den Landtag von Nordrhein-Westfalen ein. Sie wurde Fraktionsvorsitzende und war einige Jahre schulpolitische Sprecherin ihrer Fraktion.

Ministerin und Vize-Regierungschefin

Bei der Landtagswahl 2010 war sie Spitzenkandidatin der Grünen. Ihre Partei holte damals ein Rekordergebnis in NRW. Danach wurde Löhrmann Ministerin für Schule und Weiterbildung. Gleichzeitig war sie stellvertretende Ministerpräsidentin. Nach der Wahl verhandelte sie für ihre Partei mit der SPD unter Hannelore Kraft. Zuerst regierte Rot-Grün ohne eigene Mehrheit, ab 2012 dann mit Mehrheit. Diese Ämter hatte sie bis 2017 inne. Nach der Landtagswahl 2017 zog sie sich aus der Landespolitik zurück.

Einsatz gegen Antisemitismus

Auch danach blieb sie aktiv. Ab 2020 war sie Generalsekretärin des Vereins „321 – 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. In Solingen gründete sie einen Förderkreis für das Zentrum für verfolgte Künste. Seit 2024 ist sie Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen. Außerdem engagiert sie sich in der Heinrich-Böll-Stiftung und war Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken.

Von der Schülerin zur Schulministerin

Das ist eine besondere Geschichte. Eine Schülerin aus einem Gymnasium in Holsterhausen wird später Lehrerin und schließlich die oberste Verantwortliche für alle Schulen in NRW. Ihre eigene Schulzeit hat sie also an einem Ort verbracht, den viele Essener Familien kennen. Auch die Sängerin Juliane Werding ging auf die B.M.V.-Schule.

Die B.M.V.-Schule heute

Die Schule gehört zum Kloster der Augustiner-Chorfrauen. Sie kamen schon 1652 nach Essen und gründeten eine Mädchenschule. 1931 zogen Kloster und Schule nach Holsterhausen. Seit dem Schuljahr 2013/2014 lernen dort auch Jungen. Wer an der Bardelebenstraße vorbeiläuft, sieht also ein Stück Essener Bildungsgeschichte.

Fazit

Sylvia Löhrmann hat Schulpolitik in NRW über Jahre geprägt. Heute setzt sie sich gegen Antisemitismus ein. Ihren Weg begann sie mit dem Abitur in Holsterhausen.

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