Asthöwerstraße

Ruhige Wohnstraße im Bogen, Teil des früheren Alfredshofs

Porträt von Fritz Asthöwer, Namensgeber der Asthöwerstraße
Foto: unbekannt, Public Domain, via Wikimedia CommonsPublic DomainQuelle

Eine Straße, die zweimal entstand: Die Asthöwerstraße erinnert an den Krupp-Direktor Fritz Asthöwer und liegt im früheren Alfredshof.

Kann eine Straße verschwinden und wiederkommen? Die Asthöwerstraße beweist: Ja, das geht. Ihre Geschichte ist eng mit Krupp, dem Krieg und dem Wiederaufbau von Holsterhausen verbunden.

Wer war Fritz Asthöwer?

Fritz Asthöwer hieß mit vollem Namen Friedrich Joseph Asthöwer. Er wurde am 21. Dezember 1835 in Köln geboren. Er war Ingenieur und wurde Direktor der Friedrich Krupp AG. Außerdem saß er in der Essener Stadtverordnetenversammlung. Er gestaltete also nicht nur die Firma, sondern auch die Stadtpolitik mit.

Asthöwer starb am 17. Oktober 1913 in Essen. Beigesetzt wurde er auf dem Friedhof Bredeney. Ein Jahr nach seinem Tod bekam er seine Straße in Holsterhausen.

Die erste Asthöwerstraße

Die ursprüngliche Asthöwerstraße lag in der Siedlung Alfredshof. Krupp ließ diese Siedlung ab 1893 bauen. 1914 bekamen die Wege dort Straßennamen – darunter die Asthöwerstraße. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Alfredshof schwer getroffen. Beim Wiederaufbau wurde viel umgebaut. Die alte Asthöwerstraße wurde aufgehoben und überbaut.

Die neue Asthöwerstraße

Doch der Name kam zurück. Seit dem 23. Januar 1957 gibt es wieder eine Asthöwerstraße. Sie liegt nicht mehr genau an der alten Stelle. Die neue Straße führt in einem Bogen nach Westen von der Adolf-Schmidt-Straße ab und wieder auf sie zurück. Sie ist rund 250 Meter lang.

Wie ist die Straße heute?

Die Asthöwerstraße ist eine ruhige Wohnstraße mit Tempo 30. Durchgangsverkehr gibt es kaum, weil die Straße im Bogen verläuft. Geschäfte oder Lokale sind hier laut OpenStreetMap nicht eingetragen. Das macht die Straße angenehm ruhig. Für Familien, die Ruhe suchen und trotzdem kurze Wege wollen, ist das ein Pluspunkt.

Lage und Nachbarschaft

Die Asthöwerstraße hängt direkt an der Adolf-Schmidt-Straße. Auch deren Namensgeber war ein Krupp-Direktor. Die Adolf-Schmidt-Straße verbindet die Keplerstraße mit der Menshausenstraße. An der Keplerstraße findest du Läden, Imbisse und Sportangebote. In der Nähe liegt außerdem der Hartmannplatz, ebenfalls ein Stück Alfredshof.

Wer mehr über die Krupp-Siedlung erfahren will, liest im Magazin weiter: Krupp baut ein Viertel: die Siedlung Alfredshof.

Fazit

Die Asthöwerstraße ist eine Straße mit zwei Leben. Sie erinnert an einen Krupp-Direktor und Stadtverordneten. Und sie zeigt, wie stark der Krieg das Viertel verändert hat. Heute ist sie eine ruhige Wohnstraße im Norden von Essen-Holsterhausen.

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