Hartmannplatz

Kleiner Platz im Wohngebiet, Teil des früheren Alfredshofs

Klein, grün und mit Krupp-Geschichte: Der Hartmannplatz gehört zur früheren Siedlung Alfredshof und erinnert an einen Krupp-Aufsichtsratschef.

Nicht jeder Platz ist ein großer Marktplatz mit Brunnen und Café. Der Hartmannplatz ist eher ein kleiner Ort zum Durchatmen. Nur rund 50 mal 40 Meter groß. Aber auch er hat eine Geschichte – und die führt wieder zu Krupp.

Wer war Gustav Hartmann?

Gustav Hartmann wurde 1842 in Chemnitz geboren. Er starb 1910 in Ebenhausen. Er war Kaufmann, Unternehmer und Industrie-Manager. 1903 wurde er zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Fried. Krupp AG gewählt. Dieses Amt hatte er bis 1909.

Der Aufsichtsrat kontrolliert die Leitung eines Unternehmens. Als Vorsitzender war Hartmann also einer der wichtigsten Männer im Krupp-Konzern. Solche Männer nannte man damals auch „Kruppsche Beamte“.

Ein Stück Alfredshof

Der Hartmannplatz wurde am 9. Oktober 1914 benannt. Er gehörte zur Siedlung Alfredshof. Krupp ließ diese Siedlung ab 1893 in mehreren Abschnitten für seine Beschäftigten bauen. 1914 bekamen die Wege dort zum ersten Mal eigene Namen. Viele davon erinnern an Männer aus der Führung von Krupp. Dazu gehören auch die Adolf-Schmidt-Straße und die Asthöwerstraße.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Alfredshof schwer zerstört. Beim Wiederaufbau veränderte sich das Viertel stark. Mehr darüber liest du im Magazin: Krupp baut ein Viertel: die Siedlung Alfredshof.

Wie ist der Platz heute?

Der Hartmannplatz ist ein kleiner Platz in einem Wohngebiet. In den Kartendaten sind die angrenzenden Wege als Wohnstraßen mit Tempo 30 eingetragen. Geschäfte gibt es direkt am Platz nach den OpenStreetMap-Daten nicht. Er ist ein ruhiger Ort für die Menschen, die hier wohnen.

Lage und Nachbarschaft

Der Hartmannplatz liegt zwischen der Nieberdingstraße, der Jheringstraße und der Carmerstraße. Alle drei Straßen sind nach Juristen benannt. Arnold Nieberding war Jurist und Politiker der Kaiserzeit. Rudolf von Jhering war Rechtswissenschaftler. Johann Heinrich von Carmer war ein preußischer Justizreformer.

An der Carmerstraße liegt die Gemarken-Apotheke. Zur Gemarkenstraße mit ihren Läden und Cafés ist es nicht weit. So verbindet der Hartmannplatz die Krupp-Geschichte mit dem Juristenviertel und dem Alltag rund um die Gemarkenstraße.

Fazit

Der Hartmannplatz ist klein und ruhig. Er erinnert an einen Krupp-Manager und an die Zeit der Werkssiedlung Alfredshof. Heute ist er ein stiller Ort mitten in Essen-Holsterhausen, umgeben von Straßen mit Juristennamen.

Daten teilweise aus OpenStreetMap (© OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL). Fehler gefunden? Sag Bescheid.