Bramkamphof

Ruhige Stichstraße an der Grenze zu Frohnhausen

Ein alter Kotten, eine Witwe und vier Ehen: Die Stichstraße Bramkamphof bewahrt ein Stück bäuerliche Geschichte im Westen von Holsterhausen.

Bevor hier Häuser standen, war hier Land. Äcker, Wiesen, kleine Höfe. Die Straße Bramkamphof erinnert an diese Zeit. Sie ist nur 120 Meter lang. Aber ihr Name reicht mehr als 200 Jahre zurück.

Was war der Bramkamp?

Der Bramkamp war ein Kotten. So nannte man einen kleinen Bauernhof. Die Menschen, die dort lebten, hießen Kötter. Sie hatten meist nur wenig Land und oft noch einen zweiten Beruf.

Der Kotten Bramkamp gehörte ursprünglich zum Wientgenhof in Frohnhausen. Er lag an der Ecke der heutigen Adelkampstraße und Bramkampstraße. Der Wientgenhof gehörte zum Oberhof Ehrenzell. Die Familie Cocy bewirtschaftete ihn. 1751 verkaufte sie mit Erlaubnis der Fürstäbtissin eine Hälfte des Hofs. Die andere Hälfte mit den Kotten Bramkamp, Duvenkamp und Schmidt blieb bei der Familie.

Die Familie Bramkamp

Die Kötter waren Pächter der Familie Cocy. Im 19. Jahrhundert wurden sie Eigentümer des Landes, das sie bewirtschafteten. In einem Verzeichnis von 1807 wird Heinrich Bramkamp als Besitzer genannt. Sein Kotten war rund sechs Morgen groß. Das ist ungefähr so viel wie zwei Fußballfelder.

Als letzter Bewirtschafter wird Johann Heinrich Bramkamp erwähnt. Seine Witwe heiratete danach – in vierter Ehe – den Ackerer Lambert Messing. Auch sein Name lebt weiter: In Frohnhausen gibt es die Straße Messings Garten.

Wie ist die Straße heute?

Die Straße Bramkamphof wurde am 15. Januar 1936 benannt. Bis zum 21. Oktober 1938 schrieb man sie „Brahmkamphof“, also mit h. Heute ist sie eine kleine Wohnstraße mit Tempo 30. Sie ist eine Stichstraße und endet nach wenigen Metern. Geschäfte gibt es hier nicht. Dafür ist es ruhig. Autos fahren nur, wenn sie hier auch hinwollen. Das macht die kleine Sackgasse zu einer ruhigen Wohnadresse.

Lage und Nachbarschaft

Der Bramkamphof zweigt nach Osten von der Bramkampstraße ab. Die Bramkampstraße bildet auf ganzer Länge die Grenze zwischen Holsterhausen und Frohnhausen. Sie führt von der Straße Am Mühlenbach nach Norden bis zur Kämpenstraße. In der Nähe liegen auch die Straßen Frettholz und Hausackerstraße. Das grüne Mühlenbachtal ist schnell zu Fuß erreicht.

Fazit

Der Bramkamphof ist eine kleine, ruhige Sackgasse mit großer Vergangenheit. Sein Name erzählt von Köttern, Pacht und einer Witwe mit vier Ehen. Wer hier wohnt, lebt auf altem Hofland am Rand von Essen-Holsterhausen.

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