Schadowstraße
Ruhige Wohnstraße im Malerviertel

Die Schadowstraße liegt im Malerviertel. Ihr Namensgeber begründete die berühmte Düsseldorfer Malerschule.
Ohne ihn gäbe es das Malerviertel in dieser Form vielleicht gar nicht. Klingt übertrieben? Ist es nicht. Denn Wilhelm von Schadow hat die Düsseldorfer Malerschule begründet. Und viele Straßen in Holsterhausen sind nach Malern aus genau dieser Schule benannt. Die Schadowstraße ehrt also so etwas wie den Gründervater.
Wer war Wilhelm von Schadow?
Friedrich Wilhelm Schadow wurde 1788 in Berlin geboren. Er starb 1862 in Düsseldorf. Er war Maler. Sein Vater war der berühmte Bildhauer Johann Gottfried Schadow. Von ihm stammt die Quadriga auf dem Brandenburger Tor in Berlin.
Wilhelm Schadow wurde Direktor der Kunstakademie in Düsseldorf. Er folgte dort auf Peter von Cornelius. Unter Schadows Leitung entstand die Düsseldorfer Malerschule. Sie wurde weltberühmt. Künstler aus vielen Ländern kamen nach Düsseldorf, um dort zu lernen. Die Akademie wurde so zu einem Anziehungspunkt für junge Maler. 1843 wurde er geadelt. Seitdem hieß er „von Schadow“.
Von der Wilhelminenstraße zur Schadowstraße
Die Schadowstraße war ursprünglich ein Teil der Wilhelminenstraße. Seit dem 16. Mai 1902 trägt sie ihren heutigen Namen. Sie liegt im Malerviertel, zusammen mit vielen Straßen, deren Namensgeber an der Düsseldorfer Akademie gelernt oder gelehrt haben, etwa die Janssenstraße, die Lauensteinstraße oder die Ittenbachstraße.
Wie ist die Straße heute?
Die Schadowstraße ist rund 290 Meter lang. Sie verbindet die Keplerstraße in südlicher Richtung mit der Overbeckstraße. Es ist eine Wohnstraße mit Tempo 30. Geschäfte sind in den öffentlichen Kartendaten für die Schadowstraße nicht verzeichnet.
Dafür ist an der Keplerstraße umso mehr los. Dort findest du die Eulen-Apotheke, einen Blumenladen, Imbisse und einen Friseur. Auch die Gesamtschule Holsterhausen und der Turnverein TVG Holsterhausen liegen an der Keplerstraße.
Lage und Nachbarschaft
Die Schadowstraße liegt im Westen des Malerviertels von Essen-Holsterhausen. Die Schnorrstraße verbindet die Windmühlenstraße mit der Schadowstraße. Julius Schnorr von Carolsfeld und Friedrich Overbeck waren wie Schadow Teil der Nazarener in Rom. Die alten Weggefährten sind hier also wieder vereint.
An der Windmühlenstraße gibt es einen Friseur, eine Gaststätte und einen katholischen Kindergarten. Richtung Westen liegt Frohnhausen.
Fazit
Die Schadowstraße ist eine ruhige Wohnstraße mit einem großen Namen. Ihr Namensgeber hat die Düsseldorfer Malerschule groß gemacht. Viele Straßen im Malerviertel erinnern an Maler, die an seiner Akademie gelernt oder gelehrt haben.
Nachbarstraßen

Schnorrstraße
Julius (Veit Hans) Schnorr von Carolsfeld, Maler der Romantik1794–1872Zur Straße
Rubensstraße
Peter Paul Rubens, flämischer Barockmaler und Diplomat1577–1640Zur Straße
Schongauerstraße
Martin Schongauer, Kupferstecher und Malerum 1445/1450–1491Zur Straße
Rembrandtstraße
Rembrandt van Rijn, niederländischer Maler des Barock1606–1669Zur Straße
Steinhausenstraße
Wilhelm Steinhausen, Maler und Lithograf1846–1924Zur Straße
Raffaelstraße
Raffael (Raffaello Santi), Maler und Architekt der Hochrenaissance1483–1520Zur StraßeDaten teilweise aus OpenStreetMap (© OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL). Fehler gefunden? Sag Bescheid.