Menschen, die anpacken: soziale Einrichtungen und Initiativen in Holsterhausen
Lebenshilfe, Elterninitiative, Jugendhäuser, Mehrgenerationenhaus, AWO: Diese Einrichtungen machen Holsterhausen zu einem Viertel, das zusammenhält.
Hinter vielen Türen in Holsterhausen passiert etwas, das man von außen kaum sieht. Menschen beraten Familien, begleiten Jugendliche, pflegen Ältere, unterstützen Menschen mit Behinderung. Sie machen das Viertel zu einem Ort, an dem niemand allein bleiben muss. Hier lernst du einige dieser Einrichtungen kennen.
Die Angaben stammen aus OpenStreetMap und öffentlichen Quellen. Welche Angebote es genau gibt, erfährst du direkt bei den Einrichtungen.
Lebenshilfe Essen: Teilhabe für alle
Die Lebenshilfe Essen ist in Holsterhausen mit mehreren Angeboten vertreten. Laut OpenStreetMap gehören dazu unter anderem:
- ein Inklusionsunternehmen, in dem Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten
- das Kompetenzzentrum Autismus
- ein Familienunterstützender Dienst
- die Heilpädagogische Familienhilfe
- das Ambulant Unterstützte Wohnen
- ein ambulanter Pflegedienst
Dazu kommt das FASD-Zentrum Essen. Diese Dichte an Angeboten macht Holsterhausen zu einem wichtigen Ort für Inklusion in Essen. Für Familien heißt das: Beratung und Unterstützung sind oft nur ein paar Straßen entfernt. Und für alle anderen heißt es: Menschen mit Behinderung gehören ganz selbstverständlich zum Straßenbild.
Gehörlose und Gebärdensprache
Auch der Landesverband der Gehörlosen und der Gebärdensprachgemeinschaft NRW hat laut OpenStreetMap eine Adresse in Holsterhausen. Solche Verbände setzen sich für die Rechte und die Teilhabe gehörloser Menschen ein.
Das Elternhaus für krebskranke Kinder
Wenn ein Kind schwer erkrankt, bricht für Familien eine Welt zusammen. Das Elternhaus der Essener Elterninitiative zur Unterstützung krebskranker Kinder bietet Eltern ein Zuhause auf Zeit in der Nähe des Klinikums. So können sie bei ihrem Kind sein, auch wenn sie von weit her kommen. Die Einrichtung lebt stark vom Engagement und von Spenden.
Übrigens: Die Satzung der IG Holsterhausen nennt die Essener Elterninitiative als Begünstigte, falls der Verein einmal aufgelöst werden sollte. Ein Zeichen, wie eng die Menschen im Viertel verbunden sind.
Jugendarbeit: offene Türen
Für junge Menschen gibt es in Holsterhausen mehrere Häuser. Das Wichernhaus an der Planckstraße bietet laut Stadt Essen seit über 50 Jahren offene Kinder- und Jugendarbeit. Das Falkenzentrum an der Holsterhauser Straße und das Jugendhaus Harkortstraße sind weitere Anlaufstellen. Mit PlanB Ruhr an der Windmühlenstraße hat außerdem ein Träger der Kinder- und Jugendhilfe eine Adresse im Viertel. Mehr im Beitrag Jugend in Holsterhausen.
Generationen verbinden: das Lukas-K-Haus
In der früheren Lukaskirche an der Planckstraße ist heute das Lukas-K-Haus zu Hause, ein Mehrgenerationenhaus. Hier kommen Kinder, Eltern und Senioren zusammen. Solche Häuser sind Orte für Begegnung, Beratung und gemeinsame Aktivitäten. Wer hier vorbeischaut, merkt schnell: Jung und Alt haben sich viel zu erzählen.
Leben im Alter
Für ältere Menschen gibt es in Holsterhausen mehrere Einrichtungen. Dazu gehören das Seniorenhaus Otto-Hue-Haus, das Waldthausen Stift und das Margot von Bonin-Haus. Auch Wohnformen wie die Wohngemeinschaft Mittendrin sind eingetragen. Ambulante Pflegedienste unterstützen Menschen, die zu Hause wohnen bleiben wollen.
Wohlfahrt und Beratung
Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Essen hat eine Adresse am Holsterhauser Platz. Wohlfahrtsverbände wie die AWO bieten oft Beratung, Begegnung und Hilfe in schwierigen Lebenslagen. Auch unicef ist laut OpenStreetMap mit einer Adresse an der Nieberdingstraße im Viertel vertreten. Und die Kirchengemeinden leisten mit Besuchsdiensten, Gruppen und Beratung viel für die Nachbarschaft.
Ankommen für Geflüchtete
In Holsterhausen gibt es laut OpenStreetMap auch eine Unterkunft für Geflüchtete an der Straße Am Funkturm. Das Viertel hat eine lange Tradition des Ankommens. Schon nach dem Zweiten Weltkrieg fanden hier viele Geflüchtete eine neue Heimat. Mehr dazu im Beitrag Vielfalt in Holsterhausen.
Hinter den Kulissen
Soziale Arbeit ist oft leise. Sie macht keine Schlagzeilen. Aber sie hält eine Gesellschaft zusammen. Die Menschen, die in diesen Einrichtungen arbeiten, erleben viel: Freude, wenn ein Jugendlicher seinen Weg findet. Traurigkeit, wenn ein Kind schwer krank ist. Geduld, wenn Behördenwege lang dauern. Sie verdienen Anerkennung. Ein freundliches Wort oder ein Dankeschön kostet nichts und bedeutet viel.
Wie du helfen kannst
Alle diese Einrichtungen leben auch vom Engagement der Nachbarschaft. Du kannst:
- deine Zeit als Ehrenamtliche oder Ehrenamtlicher schenken
- Geld oder Sachspenden geben, nach Absprache
- Veranstaltungen besuchen und weitersagen
- einfach offen sein für die Menschen, die hier Hilfe finden
Tipps für den Einstieg findest du im Beitrag Ehrenamt in Holsterhausen. Eine Übersicht aller sozialen Orte gibt es unter Soziales und in der Branche Soziales und Vereine.
Fazit
Holsterhausen ist ein Viertel, das zusammenhält. Lebenshilfe, Elternhaus für krebskranke Kinder, Jugendhäuser, Mehrgenerationenhaus, Seniorenhäuser und Wohlfahrtsverbände sorgen dafür, dass niemand allein bleibt. Hinter jeder dieser Einrichtungen stehen Menschen, die anpacken. Vielleicht bist du bald einer davon.