Paul Vogt
1926–2017
Paul Vogt wurde 1926 in Essen-Holsterhausen geboren.
Du warst schon mal im Museum Folkwang? Dann bist du auf den Spuren eines Holsterhausers unterwegs. Paul Vogt war ein Vierteljahrhundert lang Direktor dieses Hauses.
Ein Kind aus Holsterhausen
Paul Vogt wurde am 29. Mai 1926 in Essen-Holsterhausen geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg studierte er in Göttingen. Seine Fächer waren Kunstgeschichte, Archäologie und Vorgeschichte. 1950 machte er seinen Doktor. Seine Arbeit drehte sich um Landschaften in niederländischen Druckgrafiken des 16. Jahrhunderts.
Zurück nach Essen
1954 kam er ans Museum Folkwang. Zuerst arbeitete er als Kustos. Das ist jemand, der Sammlungen betreut und Ausstellungen vorbereitet. 1963 übernahm er die Leitung des Museums. Er folgte damit auf Heinz Köhn. Vogt blieb Direktor bis 1988. Gleichzeitig leitete er das Deutsche Plakat-Museum.
Lehre an der Uni
1977 bekam er einen Ruf an die Hochschule in Essen, aus der später die Universität Duisburg-Essen wurde. Er gab sein Wissen also auch an junge Menschen weiter.
Seine Themen
Vogt schrieb viele Bücher. Besonders am Herzen lag ihm der Maler Christian Rohlfs. Über ihn veröffentlichte er mehrere Werke, darunter ein Verzeichnis aller Gemälde. Auch das Werk von Erich Heckel ordnete er in einem Verzeichnis. Dazu kamen Überblicksbücher, etwa:
- „Geschichte der deutschen Malerei im 20. Jahrhundert“
- „Das Museum Folkwang Essen“
- „Expressionismus. Deutsche Malerei zwischen 1905 und 1920“
Er beschäftigte sich aber auch mit der Salonmalerei des 19. Jahrhunderts. Seine Neugier reichte also weit.
Ehrungen
Vogt erhielt das Bundesverdienstkreuz am Bande. Der Folkwang-Museumsverein machte ihn zum Ehrenmitglied. Ab 1984 war er Mitglied der Kulturstiftung Ruhr. Er starb am 1. Oktober 2017 in Münster. Das Museum Folkwang würdigte ihn danach mit einem eigenen Nachruf. Das zeigt, wie eng er mit dem Haus verbunden blieb.
Kunst ganz in der Nähe
Von Holsterhausen ist das Museum Folkwang schnell zu erreichen. Du fährst durch das Südviertel oder über Rüttenscheid. Und plötzlich stehst du vor Werken, die Paul Vogt gesammelt, gezeigt oder erforscht hat. Ein guter Grund für einen Ausflug am Wochenende.
Noch mehr Lesestoff
Wer tiefer eintauchen will, findet von Vogt auch Bücher wie „Meisterwerke moderner Malerei“ oder einen Band über Rohlfs’ Aquarelle. Schon früh schrieb er über den französischen Maler Alfred Manessier. Seine Texte richten sich oft an ein breites Publikum. Genau das machte ihn als Museumsmann aus: Er wollte, dass Kunst verstanden wird. Das Museum Folkwang liegt übrigens im benachbarten Südviertel, nur wenige Minuten von Holsterhausen entfernt.
Fazit
Paul Vogt machte Kunst für viele Menschen zugänglich. Er prägte das Museum Folkwang über Jahrzehnte. Und seine Geschichte beginnt mitten in Holsterhausen.



