Krausstraße
Kurze Einbahn-Wohnstraße im Malerviertel

Die Krausstraße ist ein kurzes Stück Malerviertel zwischen Menzelstraße und Hobeisenstraße. Ihr Namensgeber: der Genremaler Friedrich Kraus.
120 Meter. So lang ist die Krausstraße. In zwei Minuten bist du durch. Viele merken sich den Namen gar nicht. Dabei lohnt sich ein kurzer Stopp. Denn auch diese kleine Straße gehört zur großen Künstlerfamilie im Malerviertel von Holsterhausen.
Wer war Friedrich Kraus?
Friedrich Kraus wurde 1826 geboren. Sein Geburtsort war das Gut Adlig Deutsch Crottingen bei Memel. Das liegt im heutigen Litauen. Er starb 1894 in Berlin. Kraus war Genremaler.
Was heißt das? Genremaler malen Szenen aus dem Alltag. Keine Könige, keine großen Schlachten. Sondern Menschen bei der Arbeit, in der Familie, im Wirtshaus oder auf dem Markt. Solche Bilder waren im 19. Jahrhundert sehr beliebt. Sie zeigen, wie die Menschen damals lebten.
Seit wann gibt es den Namen?
Die Krausstraße wurde am 27. September 1907 benannt. Das war ein paar Jahre nach der großen Welle der Straßennamen im Viertel. Damals, 1902, hatten viele Straßen im Malerviertel ihre Künstlernamen bekommen. Die Krausstraße kam also etwas später dazu.
Wie ist die Straße heute?
Die Krausstraße ist eine kurze Wohnstraße. Hier gilt Tempo 30. Du fährst nur in eine Richtung, denn sie ist eine Einbahnstraße. Die Gehwege sind von der Fahrbahn getrennt. In den öffentlichen Kartendaten sind für die Straße keine Geschäfte oder Lokale eingetragen.
Das passt zum Charakter. Die Krausstraße ist eine Straße zum Wohnen, nicht zum Einkaufen. Aber das Leben ist nah. Die nächste Apotheke, ein Blumenladen und mehrere Imbisse liegen an der Keplerstraße, nur ein paar Schritte entfernt.
Lage und Nachbarschaft
Die Krausstraße verbindet die Menzelstraße mit der Hobeisenstraße. An der Menzelstraße steht die Friedenskirche der Evangelisch-methodistischen Kirche. Die Hobeisenstraße ist eine der größeren Straßen im Viertel. Dort findest du zum Beispiel eine Fahrschule und eine Pizzeria.
Passend zum Thema: Adolph Menzel, der Namensgeber der Nachbarstraße, war wie Kraus ein Maler, der in Berlin lebte und arbeitete. Menzel malte oft Szenen aus dem Alltag, genau wie Kraus. Die beiden Straßen stoßen hier direkt aneinander.
Von der Krausstraße sind es nur wenige Minuten bis zur Gemarkenstraße. Dort liegt das Herz von Essen-Holsterhausen mit Cafés, Bäckereien und dem Wochenmarkt am Donnerstagnachmittag.
Fazit
Die Krausstraße ist eine der kürzesten Straßen im Malerviertel. Sie erinnert an einen Maler, der den Alltag seiner Zeit festgehalten hat. Und genau darum geht es hier auch heute: um ganz normalen, ruhigen Alltag mitten in Holsterhausen.
Nachbarstraßen

Ladenspelderstraße
Johann Ladenspelder („Johann von Essen“), Maler und Kupferstecherum 1512 – nach 1560Zur Straße
Kleine Lenbachstraße
Franz von Lenbach, Porträtmaler1836–1904Zur Straße
Lauensteinstraße
Heinrich Lauenstein, Maler und Professor an der Kunstakademie Düsseldorf1835–1910Zur Straße
Kaulbachstraße
Wilhelm von Kaulbach, Maler und Direktor der Münchner Kunstakademie1804–1874Zur Straße
Lenbachstraße
Franz von Lenbach, Porträtmaler1836–1904Zur StraßeJanssenstraße
Peter Janssen der Ältere, Historienmaler und Direktor der Kunstakademie Düsseldorf1844–1908Zur StraßeDaten teilweise aus OpenStreetMap (© OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL). Fehler gefunden? Sag Bescheid.